Herbstliches Wochenende

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Mit Nebel und unfassbarer Farbenpracht hat der Herbst uns im Griff. Im Tal herrscht trübe, ruhige Stimmung und auf den Gipfeln des Taunus ist eine klare Sicht, die einen jubilieren lässt. Die kalte Luft bietet einen Vorgeschmack auf den Winter.

Samstags war ich vor der Biotoppflege noch kurz bei den Damhirschen. Dieses Mal bei den eher schlechten Bedingungen tatsächlich alleine. 

Sonntags waren wir erst bei der Rohrdommel und danach noch in der Höhe, um eine wunderbare Abenddämmerung mitzuerleben.

Leider hatte ich kein Stativ dabei und dazu noch ein eher unpassendes Objektiv. Ist mir aber egal, es gefällt mir trotzdem einigermaßen.

Was für ein Pilzüberfluss

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Dieses Jahr ist wohl das beste Pilzjahr seit langer Zeit. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich jemals so einfach so viele Pilze gesammelt habe.

Mit Daniel war ich Pilze fotografieren. Pilze mit der Kamera sammeln ist irgendwie neu für mich, hat aber den Vorteil, dass man auch gut giftige und ungenießbare Arten sammeln kann 🙂

Wie immer mit Daniel gab es reichlich Motive und Gelegenheiten. Danke für den schönen morgen!

Herbst in der Bretagne

Der fast schon traditionelle Frankreichtrip führte mich zusammen mit meiner Mutter dieses Mal in den Nordwesten des Landes.

 

Chartres

08_sm In Chartres legten wir einen Zwischenstop ein. Die Besichtigung der berühmten Kathedrale sollte schon ein Höhepunkt werden. Wir hatten das Glück, dass zu der Zeit, als wir da waren noch das Festival of Lights (Chartres en lumières) stattfand. Ab 23 Uhr werden während des Festivals die berühmten Gebäude der Stadt mit atemberaubenden Lichtshows angestrahlt. Wer die Gelegenheit hat, so etwas zu erleben, sollte das dringend versuchen. Ein absolut grandioses Spektakel.

 

Mont St. Michel

06_sm Von Chartres ging es in Richtung Mont St. Michel. Unsere Ferienwohnung „La Pichardière“ lag so günstig, dass man mit einigen wenigen Schritten auf dem Deich sein konnte von wo aus man gute Sicht über das Marschland auf den berühmten Berg hat. Nach einem Spaziergang trafen wir einen Schäfer, der auf einem Quad den Deich entlang fuhr. Er fragte uns, ob wir seine Schafe gesehen hätten. Hatten wir… wir kamen ins Gespräch und er sagte nicht ohne Stolz, dass das hier sein Büro sei… beneidenswert.
Überhaupt: welch ein Ausblick. Es wundert wenig, dass so viele Touristen dort hin wollen. Der Geheimtipp: geht extra früh dort hin. Wir haben auf dem Hinweg noch recht wenige Touristen gesehen, auf dem Rückweg dann umso mehr. Traurig, dass an solchen Orten mittlerweile schwerbewaffnete Sicherheitsleute stehen müssen. Dennoch: die Stimmung rund um den Berg und die Kirche sind schon ganz besonders und das Bauwerk einfach beeindruckend.
Von allen Seiten konnten wir den Anblick des Berges genießen.

 

Bretagne

13_sm Vom Mont St. Michel fuhren wir nach Westen in die Bretagne. Über Cancale, Cap Frehel und Ploumanac’h fuhren wir nach Roscoff. Ein ums andere Mal verschlug es uns die Sprache. Es wurde uns klar, dass wir in einer Woche nur an der Oberfläche kratzen würden. Was sind das für irrsinnig schöne Landschaften dort? Das alles bei einem strahlenden Sonnenschein. Es machte schon viel Lust auf ein zweites Mal.

Am nächsten Tag suchten wir einigen Menhire auf – zunächst den von Cam Louis und später den von Kerloas. Vor allem der zweite erfüllte uns mit tiefer Ehrfurcht. Ein beeindruckender Stein mit einer magischen, spirituellen Atmosphäre. Wir besuchten auch mehrere Dolmen, die uns mindestens ebenso staunen ließen. Am verregneten letzten Tag besuchten wir Morlaix und im Anschluss noch den Cairn in Barnenez. Der Cairn ähnelt einer Stufenpyramide, ist aber wesentlich älter als die ältesten Pyramiden (zB in Saqqara). Was für irre Leistungen die Baumeister der Steinzeit doch vollbrachten.
Viel zu kurz war der Aufenthalt. Die Bretagne ist ein Ort, zu dem ich auf jeden Fall zurückkehren will. Was für eine wilde Schönheit!