Wochenende in Nordrhein-Westfalen

02_kroete Erdkröte (Bufo bufo)

Am Wochenende traf ich mit Verena Bekannte in Dorsten. Da mir das sonst immer zu lang wird, unternahm ich von dort aus mehrere Ausflüge.

Freitags fuhren wir zu zweit nach Zwillbrock an die niederländische Grenze. Dort gibt es eine bekannte Flamingokolonie. Der Anblick von Flamingos in der norddeutschen Tiefebene ist schon sehr bizarr.Leider war das Wetter wirklich mies und die Vögel sehr weit weg. Deshalb taugen die Fotos nur als Beweisbilder. Lustigerweise sprangen auf dem Weg tausende winziger Kröten herum.

Auf dem Rückweg unternahmen wir einen kurzen Abstecher in die niederländische Provinz Gelderland und deckten uns mit Vla und köstlichen Stroopwaffeln, dem niederländischen Elbenbrot, ein.

Am Samstag war ich dann auf eigene Faust in den Dortmunder Biotopen unterwegs. Fast schon traditionell ging es zu den Standorten am Rewe-Parkplatz an die Verkehrsinsel, in den Rombergpark und in den Schwerter Wald zu den Epipactis helleborine. Ein wirklich fantastisches Jahr für diese Art. Die Standorte waren alle äußerst gut bestückt und sogar die chlorotische Pflanze im Schwerter Wald steht in Knospe. Leider scheint sie umgetreten worden zu sein. Dennoch wird sie wohl blühen. Allein die Variationsbreite der Art im Schwerter Wald würde für eine längere Abhandlung reichen. Trotz des Schattens war es im Wald viehisch heiß und schwül. Mir ist es ein Rätsel, wie bei dem Wetter ein Fußballspiel im Westfalenstadion angepfiffen werden konnte.

Sonntags fuhr ich dann zurück in Richtung Wiesbaden. Dabei legte ich drei Zwischenstopps ein. Zunächst hielt ich bei einem Standort der Epipactis leptochila im Taunus, dann bei dem Standort der Epipactis peitzii in der Nähe. Bei beiden herrschte Dauerregen. Schließlich besuchte ich noch  meine Eltern.

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Epipactistour durch die Rhön

e_microphylla Epipactis microphylla

Am Wochenende war es dann doch soweit. Die verschobene Rhöntour fand endlich statt. Brüllend heißes Juliwetter ohne Wolken versprach schwierige Fotobedingungen im Wald. Ich mag die hohen Kontraste auch wirklich garnicht. Ich bin auch kein Fan von Blitzeinsatz.Dennoch sind wieder einige brauchbare Fotos herausgekommen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bei den Epipactis microphylla hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Zeit verbracht.

Wieder ein erfolgreicher, aber anstrengender Tag. 4 Epipactisarten haben wir gesucht und gefunden. Epipactis leptochila (var altensteiniana), Epipactis microphylla, Epipactis muelleri und Epipactis purpurata.Erfreulich, dass es dieses  Jahr wieder mehr Individuen gibt. Auch für diese Gattung ein wirklich gutes Jahr.

Als Zugabe diesmal C. rubra, die auch teilweise noch Blüten hat.

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Haben Sie da fotografiert?

hk2_sm Lucanus cervus (Weibchen)

Diese Frage stellte mir ein kräftiger, junger Autofahrer südländischer Herkunft abends an der B486 am Mönchbruch. Der Fahrer hatte sein Auto an der Seite abgestellt und lief schnurstracks auf mich zu.
Die Situation war mir garnicht geheuer.
Ich bejahte und erklärte ihm, dass ich einen Hirschkäfer fotografiert hatte.
Der Autofahrer sagte dann, er habe mich reglos auf dem Radweg liegen sehen und dachte ich sei verletzt. Er habe sogar schon die Polizei angerufen. Ich entschuldigte mich und bedankte mich für die Reaktion und er meinte nur: „Kein Thema! Ich ruf nochmal an und sag, dass alles ok ist.“

Die Moral: nicht überall, wo man sich zum Fotografieren hinlegen kann, sollte man das auch tun… aber fast überall gibt es hilfsbereite Menschen.

Danke nochmal an den Unbekannten. Vermutlich denkt jetzt einer mehr, dass ich komplett verrückt bin. 😀

Mir ist das ernsthaft peinlich. Aber die Bilder sind gut!

Als Zugabe in der Gallerie gibt es einen großen Schillerfalter aus der Fasanerie Wiesbaden, der auf Lyk landete. Man kann auch mit Teleobjektiven interessante Makros machen.

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