USA – Teil 3: Oregon

Oregon

110_or_sm Darlingtonia californica

Für den Süden Oregons hatten wir Tips zu Orchideenstandorten von Ron bekommen. Zumindest einen wollte ich anfahren. Der Standort war ziemlich einfach zu erreichen und war wirklich sehr gut bestanden. Sicher 5-10x soviele Kalifornische Frauenschuhe wie in unserem Zufallsfundort drei Tage zuvor. Insgesamt war das Biotop auch viel größer und wirkte natürlicher. Ein wunderbares Flachmoor mit vielen Kobralilien und Platanthera, umstanden von Frauenschuh und zu Verenas Freude, einem wahren Gewusel von Schmetterlingen. Ein super Tip!
Später An diesem Tag wollten wir zunächst die Oregon Caves besuchen, ein bekanntes Tropfsteinhöhlensystem, die Führungen waren aber alle voll und wir hätten mehrere Stunden warten müssen und so fuhren wir lieber weiter.

 

 

Crater Lake

121_cl_sm Crater Lake

Das Tagesziel war der Crater Lake. Der Crater Lake ist ein See in einem erloschenen Vulkan. Er ist berühmt für sein klares, tiefblaues Wasser. Angeblich besitzt er die beste Wasserqualität der Staaten. Kurz vor Sonnentuntergang erreichten wir den See und staunten tatsächlich nicht schlecht über das wunderbare Blau. Damit wir morgens schon früh am See sein konnten entschlossen wir uns direkt am See in der Lodge zu übernachten. Tatsächlich eine sehr schöne Unterkunft, wenn auch etwas teuer. Dafür ist man dann aber wirklich nah am See. Am nächsten Morgen brachen wir dann früh auf und fuhren die Straße, so weit es ging, am Kraterrand entlang. Tatsächlich war der Rim Drive aber an der Ostseite noch wegen Schnee gesperrt. Derartige Schneemassen mit so späten Straßensperrungen ist man in Deutschland nicht gewohnt und so waren wir einigermaßen überrascht. Die Blicke in den Krater entschädigten aber vollends. Welch ein wunderschöner See! Die Spiegelungen, das klare Wasser, das Blau… es nimmt einem den Atem.

 

 

Haystack Rock

125_hr_sm Vogelkolonie

Letztes Jahr sah ich durch Zufall auf einer Internetseite den sogenannten „Tufted Puffin“ (Fratercula cirrhata). Er erinnerte mich total an eine Mischung aus Hulk Hogan und unserem Papageitaucher. Papageitaucher sind mit die fotogensten Vögel, die ich kenne. Mir war klar: den will ich sehen. Verena ist bei Vogelbeobachtung auch immer Feuer und Flamme und so planten wir einen erneuten Besuch des Haystack Rocks ein, wo die Vögel angeblich gut zu beobachten sind. Das war zwar tatsächlich nicht so leicht, aber die wahre Herausforderung war, in Cannon Beach eine Unterkunft zu finden. An diesem Wochenende fand am Strand ein Sandburgfestival statt. Die Straßen waren voll und man kam kaum vorwärts. Natürlich waren ALLE Motels und Campingplätze ausgebucht. Meine Laune näherte sich dem Nullpunkt, denn die Leute fuhren extrem langsam, es waren hunderte Fußgänger auf der Straße und alle Hotels, die wir ansteuerten hatten nicht einmal mehr eine Abstellkammer mehr für uns frei. Erst zwei Städte weiter, in Gearhart bekamen wir den Hinweis, dass in Seaside noch ein Zimmer frei sei. Wir fuhren dort hin und bezahlten einen horrenden Preis für ein tatsächlich sehr schönes Zimmer. Abends fuhren wir dann noch einmal nach Cannon Beach.
Wie schon erwähnt sind die Papageitaucher auf dem riesigen Felsen, der 70m vom Strand aufragt, sehr schwer auszumachen und wegen der Entfernung auch nur schwer zu fotografieren. Ich versuchte es mit extremen Brennweiten 300mm mit 2 fach Konverter und 2,7x Cropfaktor und ich bekam immerhin ein paar Beweisbilder, aber nichts Spektakuläres. Am nächsten Morgen versuchte ich es dann noch einmal mit der großen Kamera. Viel mehr Erfolg hatte ich nicht, aber es war schon einfacher damit. Die Aufnahmen mit Spektiv und fast 2m Brennweite sind auch nicht viel besser geworden. Immerhin haben wir die Vögel beobachten können und allein das war die Reise schon wert.

 

 

Columbia River Gorge

130_cg_sm Wahkeena Falls

Die Columbia River Gorge war unsere letzte Station in Oregon. Hier wollten wir zunächst einige der vielen, berühmten Wasserfälle besuchen und uns danach mit Ron auf der Washingtoner Seite des Flusses treffen. Vom Haystack Rock ist es ein Katzensprung in die Columbia River Gorge. Dort reiht sich am Südufer Wasserfall an Wasserfall. Wir besuchten einige der spektakulären Fälle: die Bridal Veil Falls, die Wahkeena Falls,  die berühmten Multnomah Falls und die Horsetail Falls. Das war zwar nur ein kleiner Teil der vielen Wasserfälle, aber wir waren davon schon sehr beeindruckt. Das viele Grün passte wunderbar zu den Wasserfällen. Sehr spektakulär!
Am Abend setzten wir über die „Bridge of the Gods“ über den Columbia River und checkten in unserer Lodge, der Calypso Lodge in Stevenson ein. Wir hofften, dass das ein gutes Omen für die Orchideensuche mit Ron wäre. Jedenfalls eine ganz tolle Wohnung, in der man gut auch länger bleiben kann. Ursprünglich hatte ich vor, noch den Mt. St Helens oder den Mt. Rainier zu besuchen, wir entschieden uns aber, an diesem Tag kürzer zu treten.

Please follow and like us:
error

4 Gedanken zu „USA – Teil 3: Oregon

  1. Nice to see some more pictures from your trip, Martin. This area of the Columbia Gorge is one of our favorite places. Love the photos and your photo of Wahkeena Falls is the best I’ve seen.

    • Wow thanks a lot.
      I am not so sure about the waterfall pictures. I have seen a lot of really great pictures on fredmiranda. I guess with the limited time I did reasonably well. It was a little too sunny for my taste to get better pictures there.
      Used a grey filter there, which enabled me to expose for 30 seconds.

  2. Aren’t the Darlingtonia wonderful? Beautiful photos of them, of the Lilies, and of course of the C. californicum. Love the shots of Crater Lake, too. Makes me want to visit these places again.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.