Ausflüge zu den heimischen Orchideen

11_sm Kleine Spinnenragwurz

Dieses Wochenende machte ich die ersten Ausflüge zu den heimischen Orchideen für dieses Jahr. Das Wetter war zwar mehr als bescheiden, aber nach mehreren motivierenden Anrufen stieg ich dann doch in das Auto und fuhr los.

Ich glaube, ich werde jetzt immer so spät loslegen. Die Gefahr, etwas zu zertreten ist dadurch geringer – ja manche O. araneola wächst auf dem Weg – und der Frust auch.

Wieder mal waren zwar viele Orchideen zu sehen, aber davon auch wieder etliche zertreten. Ernsthaft: es will nicht in meinen Kopf, wie man so durch die Biotope walzen kann. Bevor ihr euch auf den Boden schmeißt, um eine Pflanze zu fotografieren, achtet doch bitte wenigstens darauf, wo ihr euch hinlegt. Im Übrigen ist es noch nicht einmal erlaubt die Gebiete zu betreten. Das hat schon seinen Grund. Es nervt mich tierisch, wenn ich umgeknickte Ophrys  sehe, weil 20cm weiter eine schöne Pflanze steht. Besonders traurig fand ich das in einem Gebiet bei Karlstadt, wo etliche Pflanzen kaputt getreten waren und man mit ganz wenig schauen, auf der anderen Seite des Weges, _vom Weg aus_ viel prächtigere Pflanzen hätte fotografieren können, die zudem noch frei standen .

Also: Leute, bevor ihr euch zum Fotografieren in NSG abseits der Wege hinlegt, schaut doch bitte, ob nicht Pflanzen vom Weg aus zu fotografieren sind. Es ist eigentlich immer möglich, Fotos zu machen, ohne Pflanzen zu vernichten. Im schlimmsten Fall nehmt ein Teleobjektiv, oder vergrößert halt den Ausschnitt. Wenn das Foto nicht anders zu machen ist und ihr unbedingt in ein Gebiet reinwollt, dann passt wenigstens auf und legt euch nicht mitten in die Botanik, oder noch besser: verzichtet einfach mal.

Genug abgehasst: tolles Wochenende mit tollen Funden. Mir wird in Erinnerung bleiben, wie ich bei Schneefall bei einem Biotop vorfuhr und mir dachte: „Naja… es gibt ja auch nicht so viele Bilder von Orchideen im Schnee“ und dann der Himmel aufriss und die Sonne strahlte. Zwei gute Tage!

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