Bienen-Ragwurzen die Zweite

25_sm Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) mit Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera)

Wieder ging es mit Mathias zu den Bienen-Ragwurzen. Dieses Mal standen andere Varietäten auf der Agenda. Leider waren wir aber nur teilweise erfolgreich. Die gesuchte Varietät fulvofusca konnten wir nicht finden, aber dafür etliche flavescens und Unmengen bicolor.

Zuerst steuerten wir ein Biotop in der Pfalz an. Die Wiese dort war einfach nur abartig voll mit Orchideen. Ich habe die Pfalz früher immer für etwas mau in Hinsicht Orchideen gehalten. Wie falsch ich doch lag. Das Biotop hat mich mal wieder einfach nur geplättet. Wir fanden neben einem guten Dutzend flavescens auch eine sehr merkwürdige Farbanomalie, wo zwar Braunanteile auf der Lippe vorhanden waren, aber sehr viel weniger, als normal. Irgendwie wirkte es wie ein wildes Leopardenmuster. Wer den Namen weiß, kann sich gerne melden. Ich lerne gerne.
Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir Botaniker, die offensichtlich viel mehr an der Ackerflora, als an den Orchideenwiesen interessiert waren. Zumindest habe ich jetzt auch einmal einen Venuskamm (Scandix pecten-veneris) gesehen, ohne jedoch in meiner Ignoranz zu erkennen, wie selten die Pflanze ist. Schade, dass ich da nicht mitreden konnte. In Erinnerung wird mir aber dennoch eher bleiben, wie irre dicht da die Bienen-Ragwurzen standen.

Nach einem kurzen Zwischenstop bei den Bienenfressern ging es weiter zu einer Wiese im Kraichgau. Auch dort ein umwerfendes Biotop. So etwas muss man als Blumenliebhaber gesehen haben. Wie herrlich bunt die Wiese war, ist eigentlich unfassbar. Wiederum Massen von Bienen-Ragwurzen mit vielen bicolor. Da will ich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hin.

Den Abschluss bildete ein weiteres überragendes Gebiet voller Bienen-Ragwurzen und anderen Orchideen im Heckengäu. So banal es klingt: ich habe hier tatsächlich das erste Foto eines Zweiblatts gemacht, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin. Der Rest der Wiese überforderte mich fast.

So viele Bienen-Ragwurzen habe ich in meinem ganzen Leben nicht gesehen, wie in diesem Jahr. Was für ein wunderbarer Tag!

Dieses Mal bin ich trotz der ungünstigen Bedingungen zum Fotografieren auch mit den Ergebnissen zufriedener. Jetzt hätte nur der Blühzeitpunkt besser sein müssen. Aber irgendwas ist ja immer.

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