Jetzt brechen alle Dämme

23_sm Orchis pallens – blasses Knabenkraut

Endlich ist der April vorbei und der Stress lässt etwas nach. Trotz der Hochzeitsvorbereitung und -planung bin ich tatsächlich zum Fotografieren gekommen. Selten, aber doch ein paar Mal habe ich es dann doch geschafft. Immerhin war der Anlass für den Stress sehr positiv. 🙂

Was für ein verrücktes Blütenjahr. Irgendwie blühte alles durcheinander und es gab keine Regeln. Anfang April fing hier schon im Taunus auf fast 500m das männliche Knabenkraut an. So früh, wie ich es nie zuvor gesehen habe. In Rheinhessen stand das Holunder-Knabenkraut neben blühenden und fruchtenden Kuhschellen.
In meinem heimischen Moriobiotop blüht noch garnichts, obwohl in anderen Biotopen in der Nähe die Pflanzen schon durch sind.

Tja… und nachdem ich hier im März die Leberblümchen bewundert habe, konnte ich sie am 30.4. immer noch in schöner Blüte in Nordhessen sehen. Es kommt einem vor, als würde eine Klimagrenze durch Hessen verlaufen. Bei uns stehen die Wälder schon in frischem Grün, in Nordhessen, jenseits des Vogelsberges treiben die Wälder gerade aus. Die wahnsinnigen Temperaturschwankungen und der Regenmangel führte wohl zu diesem komischen Bild. So hatten wir im April Temperaturen zwischen 25 und -10 Grad. Ich denke, dass nach dem vielversprechenden Auftakt das Orchideenjahr doch eher unterdurchschnittlich wird.

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Nachtrag: am ersten Mai war ich in den Wiesbadener Biotopen bei strömendem Regen – schön wars 🙂

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