Westliches Nebraska und South Dakota

Westliches Nebraska
09_sm

Agate Fossil Beds National Monument
Nach der Sonnenfinsternis ging es weiter in das westliche Nebraska. Hier erreichten wir nach den Ebenen und der Dünenlandschaft etwas spannendere Landschaft. Ähnlich wie in Messel gibt es dort eine Fossilienfundstätte, in der Urpferde und auch Raubtiere gefunden wurden. Wir liefen noch einen Rundweg durch die Fossil Beds. Schon recht sehenswert, wenn auch eher wegen der Fossilien, als wegen der Landschaft.
Wer hätte es gedacht: im ländlichsten Nebraska gab es richtig gute, italienische Pizza. Glaubt einem keiner!

Scotts Bluff National Monument
Nach einer Nacht in Gerling besuchten wir Scotts Bluff. Die Felsen bilden ein Tor in den Westen. Für die Siedler auf dem Oregon Trail war der Scotts Bluff eine wichtige Orientierungshilfe nach dem Chimney Rock. Landschaftlich sind die Klippen hochspannend, denn sie ragen hoch aus der Ebene hervor. Irgendwie erinnert es landschaftlich ein wenig an die Mittens im Monument Valley – nur ist es eben kein Sandstein.

 

 

Black Hills, South Dakota
58_sm
Wir hatten unser Lager zwar in der Nähe der Badlands aufgeschlagen, aber wir besuchten mehrere Male von dort aus sowohl die Badlands, als auch die Black Hills.
Nach den braungrünen, verdorrten Ebenen waren wir sehr froh in South Dakota und Wyoming endlich wieder Wald zu sehen.
Die Black Hills sind bekannt für die Vielfalt der Landschaft.

Wind Cave National Park
Unser erstes Ziel war der Wind Cave Nationalpark. Die Wind Cave ist in der Lakota Schöpfungsgeschichte der Ursprung der Menschen und der Bisons. Sehr anschaulich bekamen wir von einer Lakota Rangerin diese heilige Stätte näher gebracht. Die Höhle ist nicht nur wegen der Tropfsteine (Besonderheit ist hier das Boxwork) und ihre Ausmaße so faszinierend, sondern eben auch wegen dieser Bedeutung für die Indianer.
Da die Höhle nur einen, kleinen Eingang besitzt, über der der Druckausgleich mit der Außenwelt geschieht, wirkt es, als würde sie atmen. Bei Tiefdruck atmet die Höhle aus, was sich an einem starken Wind aus der Höhle bemerkbar macht und auf schlechtes Wetter hindeutet und bei Hochdruck atmet sie ein. Man kann also schon gut verstehen, dass das auch die Ureinwohner sehr beschäftigte.
Der Wind Cave Nationalpark bietet neben der Höhle aber auch ein beeindruckende Prärielandschaft mit vielen Bisons, Hirschen und anderen Tieren. Ein sehr spannender Park.

Mount Rushmore National Memorial
Mount Rushmore ist wohl eines der bekanntesten Monumente der USA. Die vier Köpfe der Präsidenten Washington, Jefferson, Roosevelt, Lincoln. Ein bisschen erinnert der Rummel an Rüdesheim, nur dass man nicht so viel machen kann.

Crazy Horse Memorial
Die Lakota setzen seit Jahrzehnten ihrem Held Crazy Horse ein paar Meilen von Mount Rushmore ein Denkmal. Noch größer, noch teurer, noch wahnwitziger entsteht dort ein 195m hohes und 172m breites Denkmal des reitenden Anführers. Vermutlich wird es aber noch ein paar weitere Jahrzehnte dauern, bis das Denkmal fertig ist.

Custer State Park
Der Custer State Park ist vermutlich der Park, an dem man am einfachsten Tiere der Prärie beobachten kann. Ähnlich stelle ich mir die Serengeti vor. Überall laufen Tiere über die Wiesen. Hirsche, Büffel, Kojoten, Antilopen, Präriehunde – alles lässt sich ohne Probleme vom Auto aus beobachten. Aus deutscher Sicht einfach nur unglaublich und aus amerikanischer Sicht sicher immer noch außergewöhnlich.

Needles Highway
Der Needles Highway gilt in den USA als enge, gewundene Straße. Es wird vorher noch davor gewarnt, dass die Straße schwierig ist und nur mit Autos einer gewissen Länge und Breite befahren werden darf. Naja… wenn man mal in Irland über die Halbinsel Dingle gefahren ist, kann man darüber nur müde lächeln. Landschaftlich steht er der irischen Halbinsel aber nicht nach. Sehr sehenswert, wenn auch sehr voll mit übervorsichtigen Autofahrern.

Devils Tower National Monument
Im Westen der Black Hills, im Bundesstaat Wyoming liegt der Devils Tower. Schon von weitem sieht man ihn steil aufragen. Die gewaltigen Basaltsäulen hauen einen schier um.
Der Sage nach flüchteten Indianermädchen vor einem Bären, schafften es aber nur auf einen Felsen. Sie flehten den Felsen an, zu wachsen und er erhob sich aus der Ebene. Der Bär schlug in seiner Wut die tiefen Kerben in den Berg, die man auch heute noch als Basaltsäulen sieht.

Please follow and like us:
error

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.