Chile – der Rest von San Pedro

40_sm In den 6 Tagen, die wir in San Pedro verbrachten, unternahmen wir auch Ausflüge, die thematisch jetzt nicht zu den anderen Beiträgen passen und trotzdem erwähnenswert sind. 

Immer wieder zieht es uns zu Orten, die von alten Kulturen zeugen. In Chile gibt es leider nur noch sehr wenige präkolumbianische Stätten, also aus Zeiten vor der spanischen Eroberung. Die Konquistadore haben im Zuge der Christianisierung versucht, alles an alter Kultur zu tilgen.
In der unwirtlichen Atacama gibt es sie aber noch. In Tal von Yerbas buenas (gute Kräuter) gibt es eine Vielzahl von Petroglyphen, also Felszeichnungen. Die überaus kunstfertigen und beeindruckenden Kunstwerke zeigen Tiere, wie Flamingos, Lamas, aber auch Pumas und sogar Affen, aber auch Menschen. Irgendwie fassen mich solche Kunstwerke oft sehr an. Ich bin glücklich, dass es noch solche Kulturerbe gibt. Angeblich saßen früher in den Nischen auch Mumien, aber die sind mittlerweile nicht mehr dort. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das bedaure, oder das nicht so schlimm finde.

35_sm Vollkommen neu war für uns waren aber die Geoglyphen, das sind in den Erdboden geschabte Kunstwerke. In Chug-Chug, westlich von Calama ist eine der wenigen Orte, wo es noch welche gibt. Tief beeindruckt bin ich auch von der Tatsache, dass solche Kunstwerke hunderte und tausende Jahre erhalten bleiben. Natürlich hängt das auch damit zusammen, dass es in Chug-Chug nicht regnet, aber es ist dennoch einfach unfassbar. 

Nahe beim Yerbas buenas ist, nur über eine abenteuerliche Straße mit vielen Furten erreichbar, das Valle arcoiris – das Regenbogental. Der Name ist keine Übertreibung. Die Berge leuchten intensiv in rot, grün, türkis und braun; ein Eindruck, der sich leider nur sehr schlecht fotografisch einfangen lässt.

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Chile – Cordillera de la Sal

01_sm Das wohl bekannteste Touristenziel bei San Pedro ist sicher die Cordillera de la Sal, das Salzgebirge und dort speziell das Valle de la Luna, das Mondtal und das Valle de la Muerte, das Tal des Todes. Das Gebirge erhebt sich westlich von San Pedro nur etwa 200m aus einer Senke vor den Anden. Rote und weiße Farbtöne prägen das Erscheinungsbild. An manchen Stellen wirkt es durch das Salz, als wäre das Tal verschneit.
Wenn ich an die Atacama denke, dann erscheinen  bei mir automatisch immer Bilder der kargen, bizarren Landschaft westlich von San Pedro vor dem inneren Auge. 

 

14_sm Mehrere Male besuchten wir einen Aussichtspunkt über dem Mondtal, um den Sonnenuntergang zu betrachten. Das Farbenspiel ist grandios: wie die Andenkette in 50km Entfernung im Alpenglühen immer roter wird und schließlich ins blau übergeht. 

 

20_sm Auch tagsüber machten wir Ausflüge in die bizarre, von Dünen und Felsen geprägte Landschaft. Salzgebilde wie Las Tres Marias, die drei Marien, zeugen von der Trockenheit der Gegend. 

Die Ausmaße lassen einen hier in der ewigen Wüste sehr klein und unwichtig erscheinen.

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