Chile – Altiplano

Mehrere Ausflüge führten uns in den Altiplano, die Hochebene zwischen den zwei Andenkämmen. Eingerahmt von über 4000m hohen Bergen erstreckt sich die Hochebene über das Grenzgebiet von Peru, Chile, Bolivien und Argentinien. 

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Der erste Ausflug ging zum Geysirfeld El Tatio. El Tatio ist das größte Geysirfeld der Südhalbkugel und gleichzeitig auch eines der höchstgelegenen der Welt.
Mehrere Stunden vor der Morgendämmerung fuhren wir in San Pedro los. Bei völliger Dunkelheit war die Fahrt mehr als abenteuerlich. Alex gab mächtig Gas und wir kamen gerade eben so mit. Die Sicht war durch den aufgewirbelten Staub der vielen Autos vor uns sehr bescheiden.
Kurz vor Morgengrauen kamen wir aber oben an. Natürlich hat man hier speziell zu dieser Tageszeit keine Ruhe, denn alle Touristenbusse wollen dort sein, wenn die Geysire am aktivsten sind. Trotzdem ist der Anblick der heißen Quellen sehr speziell und wieder ganz anders als die anderen Geothermalgebiete, die wir kennengelernt haben. Die Trockenheit, die Höhe und das klare Licht geben dem Gebiet den eigenen Charme. Wir sind verzaubert von der Schönheit der Landschaft.
Auf der Rückfahrt sehen wir dann, was wir in der Dunkelheit verpasst haben: Irrsinnig schöne Landschaft, mit kaum zu beschreibenden Farben. Besonders die Berge um den Volcan Putana ziehen uns in den Bann.
WIr sehen in der Ortschaft Muchaca einen Tourbus stehen und beschließen dort auch zu halten, da wir doch einigermaßen hungrig sind und wo die Busse halten, bekommt man auch was zu essen. Wir bekommen die vielleicht besten Fleischspieße, die ich je gegessen habe. Natürlich haben wir auch einen Mordsappetit, aber gut sind sie wirklich.

Bemerkenswert: In Island stand bei Thermalquellen „Use common sense“, in den USA waren Verbots- und Warnschilder und in Chile steht sinngemäß: „Das nächste Krankenhaus ist über 100km entfernt – überlege, was du tust.“

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Der nächste Ausflug führt uns zu den Lagunas Miscanti und Miniques, die wir schon zwei Tage zuvor besuchen wollten. Dieses Mal klappt es, denn das Wetter ist gut und wir sind früher dran. Als wir den Pass überqueren, trauen wir unseren Augen kaum – es eröffnet sich vor uns ein Panorama, das wie gemalt ist. Schneebedeckte schwarze und rote 5000er spiegeln sich in einem dunkelblauen See in einer unfassbaren Klarheit. Überall kommen die typischen Grasbüschel gelb zum Vorschein. Die Farben, die Kontraste und die Klarheit sind umwerfend. Der wohl schönste Anblick der Tour. Die Laguna Miniques ist zwar auch wunderschön, aber hier hat der Wind schon die Spiegelung weggeblasen.

Die Fahrt geht weiter: wir wollen zu den Piedras rojas in der Nähe der argentinischen Grenze. Wir sehen den Salar de Talar aber nur aus einiger Entfernung, denn das Gebiet ist mit Verbotsschildern gepflastert und da wir ja gute Deutsche sind, reicht das. Immerhin ist der Salar auch wahnsinnig bunt und auch aus der Entfernung echt sehenswert, selbst wenn wir nicht ans Ufer zu den roten Steinen gelangen.

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