Unken

11_sm

Am Wochenende war ich mit Verena auf einer sehr schönen Tour in Oberbayern. Dieses Mal standen nicht die Pflanzen im Vordergrund, sondern die gemeinsame Zeit und Spaziergänge in der Natur. Natürlich ist es ja mit Verena immer so, dass man viel findet, ganz einfach weil sie wirklich gute Augen hat. Und so wird ganz natürlich aus einem Spaziergang eine Naturexkursion.

Dieses Mal waren es (Gelbbauch-)Unken die uns beim Spazieren begeisterten. In Pfützen die gleichförmig braun waren, erspähte sie die gut getarnten Tiere.

Natürlich legte ich mich gleich neben die Pfütze in den Schlamm, um besser fotografieren zu können, erntete dafür dann spöttische Kommentare von vorbeifahrenden Radfahrern. Tja… ich würde mich ja über so Kommentare ärgern, wenn ich nicht wüsste, dass die Radfahrer ein Naturerlebnis verpassen und ich schöne Fotos machen konnte.

Please follow and like us:

Das wird ja immer besser!

03_sm

Gestern widmete ich den ganzen Tag wieder den Orchideen. Zunächst trieb ich mich in den Wäldern in Rhein-Main rum, um Platanthera bifolia/fornicata zu suchen. Dabei hatte ich schon meine erste seltsame Begegnung: ein Steinmarder saß am hellichten Tag mitten auf dem Weg und kümmerte sich nicht um mich. Natürlich hatte ich nur mein Handy zur Hand und die Kamera im Rucksack und natürlich kein langes Teleobjektiv dabei. Normalerweise laufen wilde Tiere ja sofort weg, wenn man sich nähert. Dieses Mal aber nicht. Der Marder ließ mich bis auf gut 5m an sich heran, bevor er in den Wald hüpfte.

Nach langer erfolgloser Suche trat ein Fuchs aus dem Wald auf den Weg, stand wunderbar im Licht, drehte sich zu mir, sah mich und verschwand wieder.

Aber es wurde irgendwie immer besser. Ich traf mich dann gegen abend mit Mathias im Bergwinkel und er führte mich zu einem microphylla-Biotop. Was soll man sagen? An diesem magischen Ort stand die kleinblättrige Stendelwurz (Epipactis mycrophylla) wirklich herausragend schön und zahlreich. Ich glaube nicht, dass es in Deutschland viele Orte mit einer derartigen Schönheit gibt. Mit den letzten Strahlen der Sonne fotografierten wir die Epipactis, um später bei Einsetzen der Dämmerung dann mit UV-Fotos anzufangen. Ich würde sagen, dass es eine neue Königin der Fluoreszenzen gibt. Ich bin immer noch total begeistert, wenn ich daran denke, wie die Pflanzen im UV-Licht aufleuchten.

Im Anschluss suchten wir noch Bienen-Ragwurz und grünliche Waldhyazinthe auf. Hier konnte man wegen der Dunkelheit natürlich nichts mehr erkennen und hier ist man dann ohne vorheriges Scouting oder ortskundigen Führer aufgeschmissen. Beide Arten sind auch total hübsch, fallen aber fast ein wenig ab gegen die Epipactis.

Auf dem Rückweg sah ich dann noch eine extrem helle Sternschnuppe während der Fahrt auf der A66, Höhe Bad Orb/Wächtersbach. So etwas habe ich bisher nur in Island während des Tauridenschauers erlebt. Was für ein irrer Tag!

Danke für das Zeigen, Mathias. Wahnsinnsort und tolle Gesellschaft 🙂

P.S.: als Bonus gibt es noch eine lokale Cephalanthera rubra

Please follow and like us: