Frohes neues Jahr 2021!

Vermutlich hat sich jeder hier das Jahr 2020 anders vorgestellt. Für mich sind sämtliche Urlaubstouren ausgefallen. Geplant waren Reisen nach Italien, nach England, nach Ungarn und in die Bretagne. Leider hat davon nichts geklappt.

Trotzdem konnte ich viel unternehmen und habe viele schöne Touren in Deutschland unternommen. Zentral waren die UV-Fluoreszenztouren mit Mathias. Das hat mich tatsächlich sehr bereichert. Auch die vielen Ausflüge mit Daniel waren wieder super. Ich genieße das einfach, auch wenn ich fotografisch jetzt dann doch oft sehr unzufrieden mit mir war. Ich muss da vermutlich einfach geduldiger werden, aber ich kann mit/von ihm auch sehr viel lernen. Fast schon selbstverständlich waren die Touren mit Verena. Wir waren gemeinsam im Kaiserstuhl, im bayerischen Voralpenland und natürlich hier in der näheren Umgebung. Beides war nicht nur botanisch sehr ergiebig. Wir haben auch viel an Tieren gesehen. Vor allem die Unken, die Äskulapnetter und die Salamander werden mir hier in Erinnerung bleiben.

Im Herbst habe ich dann angefangen, im Makrobereich Fokusstacking zu benutzen. Natürlich hilft da auch die neue Kamera. Dadurch angefixt habe ich mir Equipment geholt, mit dem ich mikroskopische Fotos machen kann. Neben Zwischenringen, die ich schon länger habe, besitze ich jetzt Mikroskopobjektive und Achromaten. Dadurch eröffnet sich eine völlig neue Welt der Fotografie. Das erste Ergebnis waren die Schleimpilze. Der Aufwand beim Fotografieren und Nachbearbeiten ist natürlich enorm; der Spaß aber auch.

Was soll ich also sagen? Fand ich 2020 so schlimm? Eigentlich war es ganz ok für mich. Ja, wir hatten gewissen Einschränkungen und gerade die 2 wöchige Quarantäne bei Verenas Coronaverdacht war nicht schön, aber ich hatte schon schlechtere Jahre. Was mich allerdings wirklich schockiert ist die mittlerweile alljährliche Dürre. Es war wieder sehr trocken und ich mache mir große Sorgen um den Wald. Die Fichten im Taunus sind schon zum Großteil vertrocknet, die Reste werden vom Borkenkäfer dahingerafft und die Buchen verlieren im Sommer schon ihr Laub. Leider sieht es nicht aus, als könnte es noch eine Trendwende geben. Das Schlimme ist, dass wegen der Pandemie diese Umweltkatastrophe völlig aus dem Blick gerät.

Und trotzdem: immer wieder werde ich überrascht und freue mich an den Wundern der Natur. Dieses Jahr war voller Entdeckungen und schöner Tage, so dass ich es nicht so sehr negativ sehe.

In diesem Sinne: allen Freunden, Lesern, Verwandten ein frohes, gesundes, erfüllendes Jahr 2021.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.