Inversion

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Irgendwie war der September bei mir komisch. Ich war irre beschäftigt und hatte viel zu tun, aber eigentlich schon genug Zeit zum Fotografieren und trotzdem hatte ich keine Ideen. Teilweise raubte mir die Trockenheit ein wenig den Nerv, teilweise habe ich einfach nichts zustande bekommen. 

Immerhin konnte ich am 30.9. doch noch einmal frühmorgens raus und es bot sich mir eine beeindruckende Inversionswetterlage im Rheintal bei Wiesbaden. 

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Mond, Mars & Myrtilles

Am Wochenende habe ich mit Johannes einen Kurztrip in die Vogesen unternommen. Es war ein Wochenende geprägt von Naturbeobachtung (Mond und Mars) und kulinarischen Köstlichkeiten (der berühmten Tarte aux Myrtilles – Blaubeertarte).

Freitag

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Direkt nach der Arbeit sind wir Freitags los.Nach langer, hauptsächlich wegen der Staus in Süddeutschland anstrengender Fahrt, kamen wir am erst Abends am Hotel an. Nach einer kurzen Pause fuhren wir schon weiter, denn es war ja der Tag der Mondfinsternis. Das besondere an dieser Finsternis war, dass neben der Länge der Finsternis auch gleichzeitig der Mars sehr hell direkt beim Mond zu sehen war. 

Gegen 20:00 waren wir an unserem Ziel angekommen, nämlich beim Ringelbühlkopf im Réserve Naturelle de Tanet-Gazon du Faing. Die Sonne war schon fast verschwunden, aber in dichten Wolken nur zu erahnen, als wir einen Platz suchten. Schließlich fanden wir einen geeigneten Ort und bauten auf. Nach einer Stunde des Wartens, die Mondfinsternis sollte schon längst begonnen haben, wurde ich etwas nervös, ob wir in die richtige Richtung schauten, oder ob vielleicht Quellwolken über dem Schwarzwald den Mond verdecken. 

Tatsächlich erspäten wir dann aber einen schwachen, rötlich schimmernden Mond. Offenbar war es doch etwas dunstig und noch zu hell für gute Sichtung gewesen.

Je dunkler es wurde, desto spektakulärer wurde das Schauspiel, erst sahen wir den Mond immer deutlicher, dann kamen Sterne raus, den Mars sahen wir erst etwas später, denn er war noch verdeckt und schließlich zeigte sich noch die Milchstraße – bei Vollmond. Etwas derartiges habe ich noch nicht erlebt. Sensationell!

Wir blieben bis zum Ende der Finsternis und fielen dann nach der Rückfahrt ins Hotel direkt in den Schlaf. 

 

Samstag

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Samstags hatten wir eine Besichtigungs- und Wandertour geplant. Wir starteten am Grand Ballon – das Wetter war sehr bescheiden und sehr windig. Ein Wunder, dass wir am letzten Abend solch ein Glück hatten.Wir blieben nicht lange dort, aber wie das immer so ist: irgendwie finde ich immer Orchideen. Dieses Mal eine Pseudorchis albida. Vermutlich nichts besonderes für das Biotop und dennoch freut mich das jedes Mal.

Der zweite Stop war der Hohneck. Hier unternahmen wir eine sehr anstrengende Wanderung, bei noch schlechterem Wetter. Zwar regnete es nicht richtig, aber der Wind war extrem anstrengend. Die Ausblicke entschädigten aber für die Mühen. Immer wieder sahen wir Falken im Wind fliegen, wie elegant diese Vögel der Natur trotzen! Schon ein Schauspiel. Gegen Ende des Weges gab es dann tatsächlich noch die von mir vorhergesagten Gemsen. Fand ich extrem cool: ich sage etwas an und es passiert.

Zum Abschluss des Tages unternahmen wir eine zweite Wanderung im Gebiet, dass wir Freitags schon besuchten. Dieses Mal aber am späten Nachmittag. Wundersamerweise war das Wetter jetzt fast perfekt und wir konnten die Tour richtig genießen. Vielleicht ist die Ecke tatsächlich die spektakulärste Landschaft, die wir besuchten. Die Hochfläche schimmerte im Sonnenlich violett vor blühendem Heidekraut, überall standen die Fruchtstände des gelben Enzians und darüberhinaus fanden wir einen reich gedeckten Tisch mit Blaubeeren vor. 

 

Sonntag

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Sonntags fuhren wir direkt nach dem Frühstück schon in Richtung Norden. Nach einer langen Fahretappe über sich windende Straßen in den Vogesen führte uns die Suche nach einer Tankstelle schließlich wieder in die Rheinebene. Schnell ging es über französische Autobahnen in die Pfalz zu einem kurzen Zwischenstop am Teufelstisch. Ich bin immer wieder angetan von der Ecke. Es ist wirklich wie Utah, nur eben alles ein wenig kleiner, aber dafür nicht so karg. Zu meinem großen Ärger war aber leider die B10 gesperrt und zwang uns zu einem monströsen Umweg. Immerhin schafften wir noch einen weiteren Stop bei einem Bienenfresserbiotop in der Pfalz.

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Vorfrühlingsausflüge

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Am Wochenende unternahm ich mehrere Ausflüge bei meist bescheidenem Wetter. Trotzdem packt es mich jedesmal, wenn der Frühling ganz zaghaft anfängt, sich zu entfalten. Frische Blüten, erstes, zartes Grün – ich genieße das. Da kann ich dann auch schonmal das Wetter ignorieren.

Samstags war ich im Rheingau und in Wiesbaden unterwegs, Sonntags dann auf der anderen Rheinseite bei den Frühblühern.

Ich hatte richtig Spaß und habe ordentlich Energie aufgetankt.

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Frühmorgens in Rhein-Main

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Manchmal quäle ich mich auch am Wochenende sehr früh aus dem Bett, weil dann das Licht sanfter ist und die Natur erwacht. Außerdem ist man oft alleine und kann Tiere besser beobachten. 

Bei -7 Grad fuhr ich Samstag und Sonntag in der Dunkelheit los und war zum Sonnenaufgang an Aussichtspunkten in Wiesbaden und Mainz.

Ich genoss die Ruhe und Einsamkeit auf den Spaziergängen und brachte tatsächlich brauchbare Fotos zurück. Endlich mal wieder ein Wochenende, dass sich gelohnt hat. 

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