Inversion

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Irgendwie war der September bei mir komisch. Ich war irre beschäftigt und hatte viel zu tun, aber eigentlich schon genug Zeit zum Fotografieren und trotzdem hatte ich keine Ideen. Teilweise raubte mir die Trockenheit ein wenig den Nerv, teilweise habe ich einfach nichts zustande bekommen. 

Immerhin konnte ich am 30.9. doch noch einmal frühmorgens raus und es bot sich mir eine beeindruckende Inversionswetterlage im Rheintal bei Wiesbaden. 

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Kartierungswahnsinn

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Am Wochenende war ich zwei Tage von früh bis spät unterwegs in Sachen Kartierung. Samstags bin ich um 5 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang mitzubekommen und die Zeit möglichst gut zu nutzen. Die taunassen Wiesen waren eine wahre Pracht. Noch nie habe ich so viele Brand-Knabenkräuter auf einem Fleck gesehen. Auch das breitblättrige Knabenkraut war in großer Zahl zu finden. Wunderbar! Eine erste Überraschung erlebte ich, als ich auf einer Wiese, die ich zum ersten Mal besuchte ein Manns-Knabenkraut entdeckte. Die Pflanze ist zwar im Taunus noch recht leicht zu finden, aber für den Messtischquadranten war es neu.
Abends war ich noch auf gut Glück im Westen der Stadt nach Riemenzunge suchen, aber ich bin wieder leer ausgegangen – auch weil mir ein Zaun den Weg versperrte. Also andernorts weitersuchen!

Sonntags standen zwei weitere Wiesen auf dem Plan. Nach vielen, vielen blühenden Fuchs‘ Knabenkräutern dann der Hammer: grüne Hohlzunge. Ich habe die winzigen Pflanzen dort 2010 das letzte Mal gefunden. Jetzt stand ich völlig überfordert auf der Wiese und konnte mein Glück kaum fassen. Insgesamt habe ich 8 blühende Exemplare gezählt. Schon aus geringer Entfernung verschwanden die Blumen komplett im Gras, weshalb vom Betreten der Wiesen nur abgeraten werden kann. Bitte seht davon ab, wenn ihr nicht genau wisst, wonach ihr sucht. Noch total im Glücksrausch fand ich dann sogar auf der Wiese noch Brand-Knabenkraut. Perfekt!

Später am Tag im zweiten Biotop dann tote Hose. Außer Schmetterlingen nichts los. Das Gras total verfilzt, wohl durch ein Reitgras. Da kommt wohl nichts mehr. Das einzige Gute ist, dass ich dort erstmal nicht mehr nachsuchen muss.

Abends unternahm ich mit Verena dann noch einen Spaziergang in einem Helm-Knabenkraut-Standort.

Ein irres Wochenende!

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