USA 2010 – Arizona… die anderen Canyons

Vom Petrified Forest ging es zunächst zum Indianer Pueblo Zuni. Dort bewunderten wir die Kunstfertigkeiten des Stammes und kauften auch mehrere der berühmten Zuni-Fetische. (Schildkröte, Dachs und Buch) Die Zuni sind im Gegensatz zu den Navajos eher zurückhaltend, wenn sie ihre Kunstwerke zeigen. Insgesamt machte das dadurch auch mehr Spaß. Ein angenehmes Erlebnis. Auch das dortige Museum beeindruckte uns sehr.

Canyon de Chelly 0198_sm
Von Zuni fuhren wir zum Canyon de Chelly, der berühmt für die Felswohnungen (White House) und auch den Spider Rock, ein Heiligtum der Navajo,ist. Wir unternahmen eine lange Wanderung zum Boden des Canyon, die den ganzen Tag in Anspruch nahm. Wild-west-Romantik pur, nur unterbrochen von den typischen Navajo Händlern, die überall auftauchen, wo Touristen parken. Man wundert sich ein bisschen, dass weder Petrified Forest, noch Canyon de Chelly als Touristenattraktionen besonders bekannt und besucht sind. Gegen Abend fuhren wir noch zum 240m hohen Spider-Rock. Sehr beeindruckend. In der Navajomythologie wohnt hier die Spinnenfrau, die den Menschen die Webkunst beibrachte.

Antelope Canyon 0217_sm
Nachts fuhren wir nach Page, Arizona. Dort hatten wir eine Fototour gebucht. Die berühmte Horseshoe Bend haben wir nicht besucht, weil wir nicht wussten, wie nah wir waren. So ging es nur zum Antelope Canyon. Dieser ist der mit Sicherheit bekannteste Slot-Canyon des Westens. 40m tief schneidet sich der Canyon in den Sandstein. Zumeist ist er dabei nicht breiter als 2m. Gefürchtet sind bei diesen Canyons Flashfloods, wenn das Wasser plötzlich nach Regenfällen anschwellen kann und den Canyon zu einer lebensgefährlichen Falle werden lässt. Als wir dort waren, war es aber staubtrocken. Die Führer zeigten uns die Rays of God, Sonnenstrahlen, die bis auf den Canyonboden leuchten und hielten beim Fotografieren andere Gruppen aus dem Bild. Insgesamt ging es ein bisschen zu wie auf dem Rummel. Offenbar will hier jeder sein Foto machen. Das kann man angesichts der bizarren Formen und Farben auch gut verstehen.
Eins noch: Leute, wenn ihr dort hingeht, passt auf eure Ausrüstung auf. Sandig ist eine Untertreibung. Kamerahasser können natürlich auch so hingehen.

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