USA 2010 – die Klassiker im Südwesten

Las Vegas 0111_sm
Nachmittags kamen wir dann in Las Vegas an. Wir checkten im Hotel ein und besuchten eine Show des Magiers Chris Angel. Das war schon recht unterhaltsam und spannend. Nach der Show machten wir uns auf den Weg zum Las Vegas Strip. Den Abend ließen wir auf dem Stratosphere Tower ausklingen. Bemerkenswert waren die wirklich kranken Fahrgeschäfte dort. Hut ab, wer damit fährt hat Eier. Auf dem Rückweg bemerkten wir helle Punkte im Lichtstrahl des Luxor Hotels. Erst dachten wir, dass es Motten wären, aber die enorme Größe deutete auf Fledermäuse hin, die wohl die Motten jagten. Beim Beobachten der Fledermäuse durch das schräge Fenster fiel uns auf, dass der Fensterrahmen total schwarz vor Schimmel war. Eine Reklamation ergab nur Achselzucken. Leute: Finger weg vom Luxor. Generell war Las Vegas für uns nicht so spannend.

Valley of Fire 0117_sm
Unweit von Las Vegas liegt der Valley of Fire SP. Wer wie wir auch lieber Natur, anstatt Rummel hat, findet hier einen wundervollen Ort zum Entspannen. Das Valley of Fire verdankt seinen Namen dem roten Sandstein, der hier die seltsamsten Formen annimmt. Schon für die Ureinwohner war dies ein besonderer Ort, wie man anhand der zahlreichen Felszeichnungen (Petroglyphen) erkennen kann. Am Bekanntesten ist der Atlatl Rock, der unter anderem einen Menschen mit Speerschleuder zeigt. Leider müssen die Petroglyphen wegen Vandalismus mit einer Plexiglasscheibe geschützt werden. An anderer Stelle haben wir später gesehen, dass das nicht ohne Grund so ist. Da ist man oft sprachlos, wie dumm manche Menschen sind. Wir unternahmen mehrere Ausflüge dort und bestaunten die unterschiedlichsten Steinformationen.

Grand Canyon 0147_sm
Über den Umweg Hoover Dam ging es zum Grand Canyon, dem wohl bekanntesten Nationalpark im Südwesten der USA. Wir hatten dort die Möglichkeit unseren Helikopterflug vorzuverlegen und nahmen das aufgrund der besseren Wettervorhersage auch wahr. Also haben wir nur das Zelt aufgestellt und sind losgeflogen, ohne den Canyon vorher auf normalem Wege zu sehen. Glücklicherweise hatte ich meinen Platz vorne neben dem Piloten. Nach 10 Minuten Anflug erahnte man den Canyon in der Hochebene und plötzlich tat sich ein Abgrund unter einem auf.

0132_sm Der Grand Canyon vom Hubschrauber aus.

Es ist unvorstellbar tief und wirkte auf mich eher wie ein inverses Gebirge. Fast 2000m unter einem schlängelt sich der Colorado River durch sein enges Bett.

Nach dem Hubschrauberflug unternahmen wir noch eine geführte Tour durch den Nationalpark.

Am nächsten Tag erwanderten wir uns große Teile des südlichen Rim Walks. Ein grandioser Ausblick folgte auf den nächsten. In der Nationalparkzeitung lasen wir von einem Rangerprogramm zu kalifornischen Kondoren. Und kurz bevor wir am Treffpunkt ankamen, erschien wie bestellt ein Kondor über dem Canyon.

0145_sm Kalifornischer Kondor

Leider flog das majestätische Tier nur in großer Entfernung. Dennoch habe ich ein paar Fotos machen können. Überaus glücklich hörten wir uns das Programm an. Zwischenzeitlich gab es wohl nur noch weniger als 30 Tiere dieser Art. Mittlerweile sind es wieder 10 mal so viele. Rangerprogramme sind eigentlich immer zu empfehlen.
Am Nachmittag zeigte der Canyon sich von seiner schönsten Seite und leuchtete in der untergehenden Sonne.
nach einem weiteren Tage ging es weiter in Richtung Süden.

Wupatki NM 0148_sm
Während der Weiterreise machten wir einen Zwischenstop am Wupatki NM. Das Wupatki Pueblo ist auf jeden Fall sehr sehenswert. Man kann dort viel über die Pueblokultur lernen. Es erinnert ein bisschen an unsere Burgruinen, nur dass es aus roten Tonziegeln besteht. Wunderbar!

 

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