Vögel hier an den Teichen

Im Juli war ich oft hier an den Teichen unterwegs. Es fällt dieses Jahr auf, dass sich dort sehr viele Schwarzmilane aufhalten und außerdem beobachte ich dieses Jahr zum ersten mal ein Neuntöterpärchen. Ich freue mich natürlich, dass ich dort diese Vögel beobachten und fotografieren kann.

Mittlerweile bin ich auch recht angetan von der neuen Kamera. Die Masse an gut fokussierten Fotos ist enorm. Das bedeutet natürlich auch, dass die Auswahl und das Löschen von überflüssigen Fotos mittlerweile den Hauptteil der Arbeit einnimmt.
Ein wenig ärgerlich ist, dass das automatische Bildverbesserungstool, das ich wirklich gerne benutzt habe (DXO-Pureraw 2) absolut nicht mehr taugt.
Bei der D850 war es noch jeden Cent wert, aber bei der Z9 bezahlt man viel Geld für einen Bildzermatscher. Ich würde da momentan noch die Finger davon lassen, wenn es für die Z9 benutzt werden soll.

Drum benutze ich es auch nicht und die Fotos haben jetzt ein wenig Bildrauschen. Es sind halt teilweise massive Ausschnittvergrößerungen – mir passt es so. Wenn man jetzt aus den Fotos mehr machen wollte, dann wäre es Handarbeit. Für den Blog reicht es allemal. Das alles mal beiseite: die Dateien der D850 waren halt schon wirklich erste Sahne und definitiv ein kleines bisschen einfacher zu bearbeiten und trotzdem will ich nicht zurück.

Heimweg – Süddeutschland

Im Anschluss an die Ungarnreise setzte mich Verena bei berni in München ab. Die folgenden 6 Tage verbrachte ich also mit ihm auf Fototour, während Verena schon heim fuhr.
Zwar war ich fotomäßig schon tüchtig erschöpft, dennoch war es eine schöne Tour.

Unser erster Stopp war am Bodensee. Spät abends und früh morgens machten wir Ausflüge an den See.

Auf dem Weg zu unserem zweiten Ziel, dem Kaiserstuhl hielten wir an einem bekannten Frauenschuhbiotop in der Nähe von Schaffhausen. Dort am Tannbüel ist ein irre guter Lehrpfad und das Biotop war top in Schuss. Die Schweizer können das offensichtlich wirklich. Ich habe selten ein so schönes Frauenschuhbiotop gesehen.

Später am Tag hielten wir noch an der Wutachschlucht und gingen ausgiebig spazieren. Das leichte Regenwetter passte wirklich sehr gut

Im Kaiserstuhl wollten wir dann hauptsächlich um Orchideen, den Wiedehopf und Smaragdeidechsen fotografieren. Zwar sind da jetzt nicht die allerbesten Fotos entstanden, aber immerhin haben wir alle Arten gesehen, die wir dort sehen wollten.

Nach zwei Nächten im Kaiserstuhl hatten wir noch eine Nach in Rheinland-Pfalz, wo wir wieder zu den Purpur-Reihern wollten. Morgens und abends besuchten wir die Vögel.

Dann fuhren wir zu mir heim und machten Tagesausflüge von mir aus. Auch dort waren wir ziemlich erfolgreich.

Nochmal vielen Dank für die gute Zeit, berni. Machen wir ja hoffentlich bald wieder. 🙂

Wieder Neusiedler See – Rückweg

Auf dem Rückweg aus Ungarn machten wir nochmal zwei Nächte Halt am Neusiedler See. Wir kamen im gleichen Gasthof in Illmitz unter, wie auf dem Hinweg. Das lag natürlich auch daran, dass es eine sehr angenehme Unterkunft war.

Wir gingen am frühen Vormittag wieder auf Fototour. Das erste Ziel war die Illmitzer Hölle. Direkt als wir aus dem Auto ausstiegen, flog uns schon ein Segelfalter entgegen. Ein Wiedehopf rief. Wäre es nicht so heiß gewesen, hätte man dort einen sehr schönen Spaziergang machen können, so war es dann doch eher nur ein kurzer Gang.

Einem Tipp aus dem Besucherzentrum folgend fuhren wir zum Zicksee und anschließend zum Warmsee. Diese Seen gehörten zu den wenigen Seen, die noch nicht ausgetrocknet waren. Dementsprechend viel war dort los. Überall liefen Vögel durch das flache Wasser. Rotschenkel, Säbelschnäbler, Regenpfeifer, Kiebitze… eine Pracht.
Leider waren die Bedingungen alles andere als gut und ich habe so gut wie keine guten Fotos machen können. Im Anschluss waren wir noch im Norden des Sees bei einer Bienenfresserkolonie. Dort kamen aber überhaupt keine Fotos zustande. Wir beschlossen, zu ruhen und abends noch einmal loszuziehen. Das war eine gute Idee. Im Licht der untergehenden Sonne konnten wir dann doch noch etwas fotografieren und vor allem Licht und Stimmung genießen.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann nochmal zu dem selben See wie am Abend zuvor. Zunächst war es bedeckt, aber nach einiger Zeit kam dann noch die Sonne raus. Zufrieden verließen wir den Neusiedler See in Richtung Wien.

Dort besuchten wir die Donauauen südlich von Wien. Mehr noch als auf dem Hinweg mit den kleinen Knabenkräuter und den Brand-Knabenkräuter hauten mich dieses Mal die Massen an Wanzen-Knabenkräutern und violetten Dingel um. Was für ein übertriebenes Biotop. Leider gab es auch dieses Mal Schäden durch Besucher zu sehen. So war um eine zugegeben schöne Gruppe Helm-Knabenkräuter das Gras komplett niedergetrampelt. Lustigerweise habe ich die dazugehörigen Fotos Tags darauf auf Instagram „bewundern“ dürfen. Tja… und außenrum dann platte Wanzen. Lasst das Leute! Aber nichts desto trotz: ein unfassbar reiches Biotop.

Ungarn 3 – Hortobágy Teil 3

An unserem vorletzten Tag in der Bibic Nature Log hatten wir unsere letzte Tour mit Zoltan. Diese war mit Abstand die schönste und ereignisreichste.

Er führte uns zunächst noch einmal zur Zieselkolonie bei den Rotfußfalken, um vielleicht doch noch einen jagenden Würgfalken zu erspähen. Das gaben wir aber sehr schnell auf und fuhren zu einem Gebiet mit vielen Teichen. Die Menge an Vögeln dort war einfach nur überwältigend. Massen an Kormoranen, Reihern und Zwergscharben saßen in den Bäumen und veranstalteten einen riesigen Lärm. Bereits auf dem Hinweg sahen wir ein altes, vertrocknetes Beutelmeisennest. Kurze Zeit danach fand Zoltan dann die erste Beutelmeise, die gerade ein neues Nest baute. Dem fleißigen Vogel bei der Arbeit zuzuschauen, war für uns sehr spannend. Wir hatten ja noch nie Beutelmeisen gesehen. Die Beutelmeise fühlte sich auch nicht besonders gestört. Nach einer Weile gingen wir dann in den Schatten. Von dort aus entdeckten wir dann einen Rallenreiher. Mal nicht ewig weit weg oder wegfliegend, sondern im Schilf stehend.

Wir gingen nach kurzer Pause weiter als dann Ibisse über uns flogen. Nach den zahlreichen Reihern, Kormoranen und anderen Vögeln wieder etwas Neues. Da wir leider über Mittag dort waren, war natürlich an wirklich gute Fotos nicht zu denken.
Nachmittags fuhren wir dann an die berühmten Fischteiche von Hortobágy. Allerdings näherten wir uns diesmal nicht per Fuß von Süden, sondern mit Auto von Norden. Die Ruhe dort an den Teichen (mal abgesehen von den Vogelmassen) war für uns ganz besonders schön. Das Highlight war für Zoltan der Tamariskensänger, den ich ehrlich gesagt nicht von einem Schilfrohrsänger hätte unterscheiden können. Ich genoss einfach den Ausblick, die Vögel und die Ruhe. Zwar wurden wir auch an dem Tag von der Fülle an Vögeln erschlagen, aber irgendwie war ich nicht so überfordert und konnte alles mehr genießen.

Am späten Abend hatten wir uns nochmal mit Zoltan verabredet. Wir hatten gefragt, ob er uns nicht die Zwergohreule zeigen könnte, die auf dem Gelände dort nachts immer rief. Er erklärte sich bereit und so zogen wir mit einer Gruppe Kinder, die die Eule auch sehen wollten dann kurz nach Sonnenuntergang los. Auch das klappte: Naja… selbst wenn ich die Eule nur davonfliegen sah, so hat zumindest Verena einen längeren Blick erhaschen können.

Nochmal Fischteiche

Am letzten Tag im Nationalpark fuhren wir noch einmal zu den Fischteichen. Auch diesmal bekamen wir viele Vögel zu sehen. Das besondere Bonbon war aber ein Osterluzeifalter, der dort entgegen der Aussage in der Lodge dort noch flog. Ein ganz besonders schöner Schmetterling.

Ich muss mich wirklich ausdrücklich bei Tibor und Zoltan für die gute Zeit bedanken. Ich verstehe, warum die Lodge so außergewöhnlich bewertet ist. Man wird eher als Freund, als als Gast behandelt, man bekommt tolle Tips, die Offenheit und die Bereitschaft mit der einem diese schöne Ecke Europas näher gebracht wird sucht seinesgleichen. Wir haben das in der Form so noch nicht erlebt.

Abreise – Bükk Nationalpark

Nach sechs ereignisreichen Tagen fuhren wir dann weiter in Richtung Bükk. Nach der Zeit in der Steppe war der grüne Wald eine willkommene Abwechslung. Man bekommt eine Ahnung, wie vielfältig Ungarn ist. Direkt beim Einfahren in den Wald dachte ich, dass es doch Orchideen geben müsse und wir mussten auch nicht lange warten. Schon bald fanden wir die ersten Pflanzen am Straßenrand.

Ungarn – Hortobágy Teil 2

Den nächste Tag gingen wir ruhig an. Wir fuhren in eine Ecke, wo man Blauracken finden sollte. Tatsächlich waren wir erfolgreich. Aber auch diesmal war der Vogel sehr scheu. Trotzdem hatten wir einen schönen Spaziergang.
Am Nachmittag fuhren wir zum Besucherzentrum und liefen dort noch eine Runde. Einfach erstaunlich, wie es dort einfach überall seltene Vögel gibt.
Am Folgetag war wieder eine Tour mit Zoltan angesagt. Die Fahrt ging mitten in den Nationalpark abseits der Straßen. Unser Auto zog mangels ungarischer Kennzeichen und Geländegängigkeit recht schnell die Aufmerksamkeit eines Schäfers auf sich, der uns erst mit dem Motorrad hinterher fuhr und dann anhielt. Natürlich war es dann dank Zoltan kein Problem.
Mitten in der Ebene zeigte er uns dann Großtrappen. Trotz der Uhrzeit war es schon ziemlich heiß und die Luft flimmerte stark. Wir merkten aber, was es für einen riesigen Unterschied macht, wenn man von Leuten geführt wird, die sich so gut auskennen.
Im Anschluss wollte uns Zoltan dann Schwarzstirnwürger zeigen. Auf dem Weg dorthin bekamen wir wieder Blauracken und einen Steinkauz gezeigt. Ausgiebig wurden uns in nahegelegenen Teichen Wasser- und Watvögel gezeigt und erklärt. Hier war ich dann doch ein wenig von der Vielfalt überfordert. Zum Abschluss zeigte uns Zoltan dann noch ein Würgfalkennest. Leider haben wir so den Falken nicht bei der Jagd gesehen, aber doch immerhin am Nistplatz mit Küken.
Wieder zeigte sich, wieviel man mit einer guten Führung sehen kann. Leider war auch wieder fotografisch nicht viel los. Was zum einen an den Bedingungen, aber zum anderen aber auch an meiner mangelnden Übung lag.