Ich möchte das mal loswerden

Neulich habe ich mir ein Video von Stephan Wiesner auf Youtube angeschaut und zu meiner großen Verblüffung zeigte er ein Foto seines Kollegen Chris Kaula.
Auf dem Foto sieht man den gleichen Fuchs, den ich im letzten Beitrag gezeigt habe in der gleichen Pose in der gleichen Astgabel. Eigentlich ist das ja auch nicht so schlimm. Chris Kaula war halt einfach zu einer ähnlichen Zeit am gleichen Ort wie ich, aber irgendwie fühlt sich der für mich so besondere Moment jetzt nicht mehr so besonders an.
Kennt ihr das, wenn sich Erinnerungen auf einmal schal und leer anfühlen? Tatsächlich wünschte ich fast, dass ich den Fuchs im Baum gar nicht bemerkt hätte. Sicher steigere ich mich da ein wenig rein und ich will mich jetzt auch nicht weiter in meinen Elegien ergehen, aber es beschäftigte mich ziemlich und zog mich schon etwas runter.
Aber bitte: kein Vorwurf an Chris Kaula – tolles Foto… ich bin da vermutlich nur etwas seltsam.

Man soll sich ja von seinem Hobby nicht runterziehen lassen, drum hier mal die Novemberfotos mit ohne Reihenfolge. 😉

Kranichtour

Im Oktober zog es mich mit Verena noch einmal nach Norden. Eine der schönsten Ecken des Landes zu dieser Jahreszeit ist sicher der Nordosten. Speziell, wenn man die Kraniche so mag wie wir.

Nach Zwischenstopps in Magdeburg und Linum, wo das Wetter tatsächlich keine guten Fotos zugelassen hat, fuhren wir weiter in den Nationalpark Müritz.

Nationalpark Müritz

Der Nationalpark Müritz hat uns wirklich begeistert. Wir waren jetzt zum ersten Mal hier und haben nur einen ersten Eindruck gewinnen können. Wir hätten wohl viel mehr Zeit verbringen können und wir werden den Besuch auf jeden Fall wiederholen. Untergebracht waren wir im sehr empfehlenswerten Nationalparkhotel Kranichrast mitten im Nationalpark. Wenn man Kraniche und Seeadler beobachten will, dann ist dort eine gute Ausgangsposition. Die Ruhe dort ist einfach herrlich und alles ist in der Nähe und mit Fuß oder per Rad erreichbar.

Am morgen hatten wir eine etwas seltsame Adlertour im Süden des Parks – es war kein Ranger für uns da, obwohl wir und andere die Tour gebucht hatten. Schlussendlich wurde uns der Weg beschrieben und wir führten die Gruppe dann selbst zum Ausguck. Sowas hatte ich auch noch nie. Wir haben aber auch ohne Ranger Adler gesehen.

Abends waren wir dann mit einer geführten Tour beim Kranicheinflug. Das Wetter war auch abends wieder recht schön, nachdem es kurz zuvor geregnet und gehagelt hatte. Leider hatten wir niedrige Wolken am Horizont, so dass wir am Ende kein gutes Licht mehr hatten. Aber die einfliegenden Kraniche aus solcher Nähe zu sehen, war ein magisches Erlebnis.

Den nächsten Tag verbrachten wir im Ostteil des Parks. Der alte Wald dort ist wunderbar. In den feuchten Wäldern fielen uns die vielen Pilze auf und mein Highlight war ein ästiger Stachelbart am Wegrand. Ich habe vorher diesen Pilz noch nie gesehen und entsprechend habe ich mich darüber gefreut.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Nach der schönen Zeit im Müritz Nationalpark fuhren wir noch für 2 Tage nach Norden an die Küste. Auch hier war natürlich das Ziel die Kraniche zu beobachten.

Leider war dort unsere Unterkunft zwar neu, aber eher bei weitem nicht so schön. Bei diesem Ferienwohnungsanbieter werden wir wohl in Zingst eher nicht mehr buchen.

Nichts desto trotz hatten wir dort auch tolle Erlebnisse. Das Wetter war mit Nebel, Regen, Wind und Wolken zwar wirklich schwierig, aber wir haben an einem morgendlichen Ausflug und bei einer Ausfahrt auf den Bodden doch noch schöne Kranichüberflüge beobachten können. Man sieht dort vermutlich auch deutlich mehr Kraniche als im Müritz Nationalpark, aber die fast intimen, magischen Erlebnisse hatten wir dieses Mal dort nicht.

Mal schnell ein paar Fotos vom Wochenende

Am Samstag bin ich in aller Frühe raus auf’s Feld zu den Hasen. Lange Zeit war nichts zu sehen und ich war schon etwas frustriert auf dem Rückweg. Immer den Gedanken „wenigstens hattest du einen schönen Spaziergang“ im Hinterkopf, als ich dann sah, dass sich auf der letzten Wiese, an der ich vorbeilief alles knäulte. Fasane, Hasen, Rehe… alles in schönstem Gegenlicht. Da ich nicht näher ran robben wollte (Wildschutz und so), fotografierte ich vom Weg aus und die Motive sind sehr klein. Irgendwie gefallen mir die Ergebnisse trotzdem.