Endlich Vorfrühling und ein bisschen Blues

Endlich zeigen sich bei warmem, frühlingshaftem Wetter die ersten zarten Blüten. Die Märzenbecher hier in Wiesbaden und die Leberblümchen in Rheinhessen. Die Vögel singen, die Störche klappern, der Frühling kommt und die Freude ist groß.

Das Wetter und die Fotochallenge meines Bruders führen dazu, dass ich wieder mehr klassisch unterwegs bin. Die große Kamera bleibt öfter zuhause. So langsam war es auch irgendwie nicht mehr so spannend, immer wieder die gleichen Motive zu fotografieren. Ich bin momentan leicht frustriert und genervt von der Wildlifefotografie. Bestimmt kommt die Lust wieder, aber die Blumen sind gerade doch spannender.

Tatsächlich habe ich auch an einer Neuanschaffung viel Freude. Ich habe ein günstiges Tilt-Shift-Objektiv aus chinesischer Produktion angeschafft. Das eröffnet so viele kreative Möglichkeiten und wenn ich ehrlich bin, sind die Makroaufnahmen damit auch besser als mit dem Nikon 105mm Makro, das meiner Meinung nach sowieso total überbewertet ist. Ja, es ist total scharf und auch schön leicht, aber ich mag die unscharfen Bereiche überhaupt nicht und die Brennweite ist auch schwierig. Wieso stellt eigentlich niemand mehr ein Makro mit einer größeren Brennweite her? Was ist denn los Sigma, Nikon, Tamron? Und jaaa… es gibt auch da eine Alternative aus China, aber leider ohne Autofokus.

Neben dem Wildlife- und Makroblues, habe ich auch ein bisschen den Webseitenblues. Nachdem ein Update erneut fehlgeschlagen ist, sehe ich erstmal von Updates der Galeriesoftware ab. Ich musste tatsächlich ein komplettes Backup einspielen, damit die Seite wieder funktioniert. Das ist jetzt das zweite Mal nacheinander, dass die Seite komplett kaputt geht durch ein NGG-Update. Es ist einfach viel Arbeit, nur damit der Käse wieder läuft. Das macht so keinen Spaß.

Der Vogelwinter

neigt sich dem Ende zu. Ich habe so langsam auch die Fototouren in den Schlosspark ein bisschen über. Alleine die Gesellschaft von Daniel macht es cool. Ich will wieder Blumen fotografieren, will in den Wald.
Natürlich würde ich trotzdem jedesmal wieder den Eisvogel fotografieren. Da kann man einfach auch schlecht vorbei gehen.
Ich bin trotzdem einigermaßen froh, welche Ergebnisse bei den Touren rauskamen und generell bin ich dankbar, so viel unterwegs sein zu können.

Hier mal die Ergebnisse:

2023 in Bildern

2023 war ein sehr aktives Jahr. Ich glaube, ich war noch nie soviel weit weg. Vier größere Urlaube habe ich unternommen.
Im Februar besuchten wir (als Ersatz für den finanziell nicht darstellbaren Urlaub in Martinique) den Doñana Nationalpark in Südspanien. Der Urlaub war dann aber mehr als nur ein Ersatz. Es war ein Ausflug ins Paradies. Vor allem die Tour mit Rosa durch den Südteil des Nationalparks war wirklich stark. Andalusien war sicher nicht das letzte Mal unser Ziel.
Im April besuchte ich mit meiner Mutter Apulien in Süditalien. Ich wollte unbedingt in den Gargano und sie wollte unbedingt die Krone Apuliens, das Castel del Monte sehen. Ich habe mit viel gerechnet, aber so ein Orchideenüberfluss hat mich dann doch erschlagen. Der pure Wahnsinn. Die Mischung aus Botanik, Landschaft und Kultur sucht ihresgleichen.
Im Juni fuhren wir dann mit der Bahn nach Schottland, um dort Otter und Papageitaucher zu sehen. Papageitaucher sind einfach, Otter nicht so. Trotzdem haben wir am letzten Tag, an den letzten Stunden des Urlaubs tatsächlich noch Otter gefunden. Trotz der vielen Highlights des Jahres war das vielleicht mein schönster Urlaub 2023.
Und schließlich flogen wir zu dritt mit meiner Mutter nach Kanada. Dort fuhren wir die Route des Baleines, die Gaspésie und Neu-England ab, um Wale und Blattfärbung zu sehen. Québec ist wunderschön und auch der Nordosten der USA ist ein tolles Reiseziel. Überraschenderweise war es eigentlich fast die ganze Zeit harmonisch und wir haben viel gesehen und erlebt. Mein Höhepunkt war vermutlich der Besuch des Mi’kmaq-Museums bei Gaspé. Aber auch die Wale, die Landschaft und natürlich die Blattfärbung in New Hampshire und Vermont und die Acadia Halbinsel haben uns sehr gefallen.

Kürzere Ausflüge unternahm ich zu berni nach München und ich leitete eine Kartierungsexkursion in Nordhessen. Ansonsten trieb ich mich meistens in heimischen Gefilden herum. So sind Besuche in den Wiesbadener Naturspots schon fast alltäglich. Meine geliebten Orchideenwiesen und auch der Schlosspark mit den Eisvogelmonaten November und Dezember haben mir sehr viel Freude bereitet. Besonderheiten, wie Nachtreiher und Mauerläufer gehören aber genauso zu diesem Jahr.

Zu den Fotos:

Januar

Ein Kormoranbild, dass mir gefällt. Leider war der Kormoran im Original am Linken Rand. Croppen hat es aber gerettet, finde ich. Ich war im Januar viel um Wiesbaden unterwegs und habe mich über solche Gelegenheiten gefreut.

Februar


Vielleicht mein Lieblingsbild des Jahres. Diese Gruppe Rothirschkühe stand in den Dünen im Doñana Nationalpark. Ich musste ein Panorama machen. Und wie durch ein Wunder existieren Einzelfotos, wo jeweils das Auge im Fokus ist. Ich liebe es! Natürlich gab es dort vor allem Vogelfotos, aber die bedeuten mir alle nicht so viel.

März


Der Frühling beginnt und lockt mich mit seinen Blüten nach draußen. Stellvertretend für die vielen Ausflüge hier ein Foto aus einem heimischen Gebiet.

April


Im April war ich mit meiner Mutter in Apulien. Der Gargano ist ein wahrer Orchideengarten. Ich mag dieses Foto einer Wespen-Ragwurz besonders, gerade weil die Farben eher zart sind. Es war dort eben nicht nur sonnig.

Mai


Im Mai war ich natürlich viel in den Orchideen. Hier ein Foto der Korallenwurz. Es ist sehr minimalistisch und trotzdem kann man gut erkennen, wie die Pflanzen stehen und wie unscheinbar sie sind. Dennoch sind sie trotz der geringen Höhe wirklich schön. Eine Kostbarkeit der Kalkbuchenwälder.

Juni


Für den Juni war ein Urlaub auf der Isle of Mull in Schottland geplant. Wir hatten eine wirklich gute Zeit. Schottland ist einfach grandios. Wir haben zwei Bootsausflüge nach Staffa und Lunga gemacht, wo man im Sommer garantiert Papageitaucher sieht. Und diese Pose fand ich besonders drollig.

Juli


Im Juli war ich wieder viel daheim unterwegs, bis auf einen Ausflug nach München zu berni. Dort haben wir im Schlosspark Nymphenburg diese Kröte gesehen. Winzig und verletzlich. Ich freue mich irgendwie über das Foto.

August


Der August ist der Ausklang der Orchideensaison. Eines meiner Lieblingsfotos diesen Jahres ist bei einer Orchideentour von dieser Herbst-Drehwurz gelungen. Ich mag es sogar lieber als die Nachtreiherfotos. Ein sehr ergiebiger Monat.

September


Die große Familienreise führte uns im September nach Kanada. In Tadoussac unternahmen wir zwei Whale-Watching Touren, die sehr schön waren. Dabei entstanden hunderte Fotos. Wirklich schwer zu bewerten, was da wirklich am schönsten war.

Oktober


Im Oktober waren wir immer noch auf der Reise, allerdings auf dem Rückweg durch Neu-England. Hammerhart wie schön die Landschaft dort ist und wie krass die Herbstfarben dort leuchten. Sowas habe ich noch nie erlebt. Hier zeige ich ein Foto des Ausblicks vom Mt. Mansfield, dem höchsten Berg von Vermont auf die Appalachenkette.

November


Im November fingen die Eisvogelwochen an. Wir sehen seitdem irgendwie ständig Eisvögel. Ich beschwere mich nicht und die Rohrdommel hat so auch einmal ein bisschen Ruhe vor uns Fotografen.

Dezember


Auch der Dezember war reich an Eisvögeln. Trotzdem freut mich dieses Foto der Kuschelkäuze mehr, weil die Käuze vielleicht mein meistfotografiertes Motiv sind, aber nur auf dieser Serie zwei miteinander kuscheln.

Die nicht ganz so guten Fotos

Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche euch allen ein friedliches, gesundes und glückliches Jahr 2024.

Zum Jahresabschluss gibt es noch einmal ein paar Fotos von Dezember.

Nachdem meine Vorsätze das letzte Jahr nicht wirklich funktioniert haben, versuche ich jetzt die Foto-Challenge meines Bruders durchzuziehen. Mal schauen, wie und ob ich das durchhalte.

Die nächsten Tage mache ich aber erstmal einen Jahresrückblick mit meinen Fotos des Jahres fertig.