USA ’24 3/6: Florida

Cape Coral – die Eulenstadt

Das erste Ziel in Florida war Fort Myers. Wir wollten unbedingt die Burrowing Owls, die Kaninchenkäuze beobachten. Diese Eulenart nistet unter der Erde in verlassenen Kaninchen-, oder auch Präriehundbauten. Ich wurde auf die Eulen durch meinen Freund berni aufmerksam, der mir Fotos der Art zeigte. Ich fragte ihn, wo man denn die Eulen finden könne und er meinte: „Cape Coral“. Ich wollte das natürlich genauer wissen und er nannte Stellen, meinte aber auch, dass man nicht drumherum käme.
Als wir dann dort waren wusste ich, was er meinte. Die Eulen sind praktisch auf jeder Grünfläche der Stadt zu finden. Bereits bei der Fahrt in die Stadt bemerkten wir mit Plastikstangen abgesperrte Stellen, wo wir auch Eulen sahen. Wir machten dort aus dem Auto heraus die ersten Fotos. Weil man aber nicht parken konnte, fuhren wir nach kurzer Zeit zum Hotel. Am Abend besuchten wir zwei bessere Stellen, wo man die Eulen aus der Nähe fotografieren und vor allem auch parken konnte. Dabei unterschritten wir aber nie 10m, um die Eulen nicht zu stören.
Bevor es weiter in RIchtung Süden ging, besuchten wir am nächsten Morgen noch einmal die süßen Eulen.

Fakahatchee Strand Preserve

Fakahatchee Strand ist ein State Park im Süden Floridas. Der Park ist bekannt für die große Anzahl Orchideenarten. Viele Orchideen haben wir zwar nicht gefunden, aber immerhin die ersten Alligatoren des Urlaubs. Generell war der Park ein wahrer Dschungel voller Pflanzen und Tiere – zu unserem Leidwesen auch blutsaugende Insekten. Zwar war es nur ein Vorgeschmack auf die Everglades, aber bereits hier waren die Moskitos schon sehr störend.

Leider konnte ich mangels einer funktionierenden Kreditkarte das Orchideenbuch des Parks nicht kaufen. Ein Dank geht nochmal raus an meine Hausbank für das Sperren meiner Kreditkarte ohne wirklichen Grund.

Everglades

Die Everglades waren deutlich anders, als ich mir das vorgestellt habe. Ich dachte, dass die Everglades viel waldiger seien, tatsächlich aber ist es überwiegend eine mit Gras bedeckte, flache Wasserfläche. Natürlich gibt es auch Wälder und Mangroven und auch offene Seen, aber ich war wirklich überrascht. Das Wasser bewegt sich vom Lake Okeechobee in Richtung Meer und stellt eine Art langsam fließenden Fluß, den Shark River Slough dar.
Wir übernachteten auf dem Flamingo Campground, der am Ende der Straße durch den Park gut für Unternehmungen gelegen ist. Die Fahrt zu Zielen im Osten, oder sogar im Norden des Parks sind allerdings mit viel Fahrerei verbunden. Insbesondere der Norden ist nur über Straßen außerhalb des Parks erreichbar.

Die Everglades sind ein Paradies für Tierbeobachtung. Wir sahen zahlreiche Reptilien. Natürlich die berühmten Alligatoren, und die amerikanischen Krokodile, aber auch Schildkröten und kleinere Echsen. Es heißt, dass die Alligatoren deutlich harmloser als die Krokodile sind; wir haben dennoch zu beiden Arten ordentlich Abstand gehalten… man weiß ja nie.

Neben Reptilien findet man natürlich auch Säugetiere, Vögel und Insekten. Besonders gefreut haben uns unsere geliebten „schwimmenden Kartoffeln“, die zuverlässig im Hafenbecken der Flamingo Marina zu finden waren; ganz in der Nähe unseres Campingplatzes.
Störend waren die blutsaugenden Insekten. Verena hatte über 100 Mückenstiche über den ganzen Körper verteilt und mir wurde sogar durch den (zugegebenermaßen dünnen) Schuh Blut abgezapft.
Bei einer nächtlichen Exkursion lockte der Ranger mit Lichtfallen Insekten an und die Fallen waren voll und der Artenreichtum war erstaunlich. Wie immer sind Rangerprogramme in amerikanischen Nationalparks sehr gut gemacht und stets sehenswert.
Bei einer zweiten geführten Exkursion wurden wir nachts über den Anhinga Trail geführt. Dieser Trail ist sicher der meistbesuchte und vollste des Parks, aber er ist auch sowohl tags und nachts sehr spektakulär.

Der Hauptgrund des Aufenthalts war aber die Vogelvielfalt und wir wurden wirklich reichlich beschenkt. Schon auf eigene Faust sahen wir sehr viele Vögel, aber besonders auf 3 geführten Ausflügen sahen wir wirklich wahnsinnig viele Vögel. Überhaupt ist der Park das Fischadlerparadies. Man kann Fischadler aus nicht mal 10m Entfernung beobachten und sie fühlen sich nicht gestört. So etwas hat man sonst wohl eher nicht.

Auf nach North Carolina

Nach einem viel zu kurzen Aufenthalt in den Everglades ging es weiter in Richtung North Carolina. Wieder hielten wir in Crystal River, um noch einmal bei einer abendlichen Ausfahrt Manatees zu beobachten und doch noch gekochte Erdnüsse zu probieren. Die gekochten Erdnüsse kann ich wirklich empfehlen. Eine Köstlichkeit der Südstaatenküche.

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