Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche euch allen ein friedliches, gesundes und glückliches Jahr 2024.

Zum Jahresabschluss gibt es noch einmal ein paar Fotos von Dezember.

Nachdem meine Vorsätze das letzte Jahr nicht wirklich funktioniert haben, versuche ich jetzt die Foto-Challenge meines Bruders durchzuziehen. Mal schauen, wie und ob ich das durchhalte.

Die nächsten Tage mache ich aber erstmal einen Jahresrückblick mit meinen Fotos des Jahres fertig.

Gargano

Ein Traumziel von mir war immer Süditalien und speziell der Gargano. Der Gargano ist eine der orchideenreichsten Gegenden in Italien. Kurz vor Ostern machte ich mich mit meiner Mutter auf die Reise. Sie wollte unbedingt das Castel del Monte, das beeindruckende Bauwerk von Friedrich II besuchen und die Ziele lassen sich recht gut verbinden. Manfred versorgte mich vor der Tour wieder mal mit exzellenten Tipps.

Montag nachmittags landeten wir nach einem abenteuerlichen Flug in Bari und fuhren in Richtung Mattinata, wo unsere Ferienwohnung war. Wir kamen am frühen Abend an und beschlossen nach einem Einkauf nichts mehr zu unternehmen, da wir beide schon recht müde waren.
Am folgenden Tag fuhren wir zu einem bekannten Orchideengebiet, dem Monte Sacro. Das Wetter war sehr bescheiden. Bereits auf dem Weg nach oben sahen wir am Straßenrand eine Blütenpracht, die ihres gleichen sucht. So stoppten wir im strömenden Regen bei starkem Wind und schauten uns bereits vor dem Ziel um. Das Wetter war sehr schnell vergessen, denn wir fanden immer neue Orchideenarten.
Nach dem ausgiebigen Stopp fuhren wir weiter in Richtung Monte Sacro. Am Ziel angekommen, parkten wir das Auto und folgten dem Wanderpfad in Richtung Gipfel. Obwohl wir hier weniger Arten fanden, war der Weg atemberaubend. Landschaft, Stimmung, Licht… alles passte. Das Wetter klarte auch etwas auf. Es war zwar nicht sonnig, aber zumindest regnete es nicht mehr. Die Ruine am Gipfel ist durchaus sehenswert, aber der ganze Weg belohnt schon so sehr, dass man fast nicht mehr von einem Höhepunkt reden kann. Zurück am Auto trafen wir dann noch eine Duma Reisegruppe. Zeigt eigentlich auch, wie gut die Ecke ist.

Nach der Wanderung kehrten wir im nahen Lokal ein.

Auf gut Glück fuhren wir dann den Rest des Tages durch die Gegend. Jeder einzelne Stopp war einfach nur Orchideenirrsinn. Wie geht das? Was ist das für eine grandiose Ecke da?

Am nächsten Tag ging es in dem Stil genauso weiter. Wir fuhren in Richtung San Angelo und wir wurden auch dort von der Orchideenpracht und der wunderbaren Landschaft geradezu erschlagen. Nach den Stopps rund um San Angelo ging es weiter ins Hinterland. Zum Abschluss des Tages besuchten wir ein winziges Steinbruchbiotop. Im Steinbruch fanden sich wie beschrieben etliche Ragwurzarten, leider aber auch viel Müll und es war ein unangenehmer Ölgeruch wahrnehmbar. Schade eigentlich, aber das Biotop befindet sich außerhalb des Nationalparks und damit ist es offenbar auch als Müllplatz geeignet.

Am dritten Tag fuhren wir in den Westen des Gargano. Zunächst besuchten wir ein Biotop an der Autobahn, was leider auch total zugemüllt war. Einfach nur schade. Trotzdem verrückt, dass da locker zweistellig Arten drinstanden. Danach fuhren wir noch nach Rignano und dort waren eigentlich die aller schönsten Ecken des Urlaubs. Vielleicht lag es am besseren Wetter, vielleicht aber auch an der Schönheit der Landschaft.
Leider ging es von dort dann leider vom Gargano aus in Richtung Süden. Manfred hatte für ein Biotop an der Küste Werbung gemacht. Vom Artenreichtum hielt das Biotop alles, was er versprochen hatte, die Landschaft und die Ausblicke gab es hier allerdings nicht. Einfach völlig anders und sehr überraschend, in solcher Lage solch einen Orchideenwahnsinn zu finden.

Am letzten Tag ging es zur Stauferburg von Friedrich II, dem Castel del Monte. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk. Dazu hatten wir dort endlich gutes Wetter und den ersten Tag einigermaßen wenig Wind. Das führte dazu, dass sich überall Eidechsen zeigten und die Wiesen mit Schmetterlingen schwirrten. Orchideen gab es dort natürlich obendrauf.

Weil meine Mutter mich anscheinend gerne mal verzweifelt sieht, sind wir noch in die Städte Trani und Bitonto gefahren, was mit einem großen Auto (danke an Avis für das Upgrade :-() an Gründonnerstag und Karfreitag eine wahre Freude ist.

Was bleibt übrig: es war ein wirklich wahnsinnig schöner Kurzurlaub. 3 Tage sind, wie von Manfred prophezeit, für den Gargano viel zu kurz. Man könnte in der Zeit aber locker 30 Orchideenarten finden. Ich habe keine Ahnung, wie viele es bei uns waren. Der Gargano bietet nicht nur Orchideen, sondern eine atemberaubend schöne Landschaft.

Vielen, vielen Dank Manfred für die Tips.