Ungarn – Hortobágy Teil 1

Früh am nächsten Tag ging es weiter nach Ungarn. Wir durchquerten das Land recht flott und waren schon nachmittags im Hortobágy Nationalpark. Wir wollten schon vorab einmal das Besucherzentrum besuchen und dort ein paar Informationen einholen. Leider war das Nationalparkzentrum aber wegen Umbaus geschlossen und es war uns nicht möglich, auszumachen, wo der Ersatzstandort war. Auch gingen wir am ersten Tag auch fast leer aus, was die Vögel anbelangt.
Etwas ernüchtert fuhren wir im Anschluss zur Bibic Nature Lodge nach Balmazújváros. Überaus freundlich wurden wir dort empfangen. Tibor, der Besitzer, erwartete uns schon und zeigte uns unsere Zimmer. Großzügig und angenehm ruhig war es dort. Der einzige Lärm kam von den Vögeln auf dem Gelände. Nach dem langen Tag ruhten wir uns erst etwas aus. Endlich hatten wir es geschafft und waren angekommen.
Vor dem Abendessen hatte Tibor ein Spektiv aufgebaut mit dem er uns einen Steinkauz zeigte, der jeden Abend in der Nähe ansitzt.

Am ersten Tag gingen wir auf eigene Faust – mit einigen Tipps von Tibor – auf Erkundung. Wir besuchten die berühmten Fischteiche. Bevor ich jedoch an den ersten Teichen ankam, musste ich schon zurück, für Verena Sonnenmilch holen. Wir hatten die Sonne ein wenig unterschätzt und wollten keinen Sonnenbrand für sie riskiere. Als ich zurück kam schaute sie etwas bedröppelt, denn in meiner Abwesenheit hatten sich schon Purpur-, Nacht- und Rallenreiher gezeigt. Wenigstens hatte ich aber die Sumpfschildkröten noch sehen können und natürlich später auch reichlich Reiher aller Art.
Wir blieben allerdings nicht besonders lange dort, denn es war wirklich unerträglich heiß. Anschließend fuhren wir noch etwas durch die Gegend und sahen zum Beispiel auch die erste Blauracke, die allerdings extrem kamerascheu war. 50m Entfernung zu unserem Auto waren schon zu nah.
Abends trafen wir dann unseren Guide Zoltan von Saker Tours, der uns am nächsten Tag durch den Nationalpark führen sollte.

Am nächsten Tag war es dann soweit. Zu recht ziviler Zeit fuhren wir los. Das erste Ziel waren die Rotfußfalken. Und gleich dieser erste Stopp war dann auch schon eines der Highlights des Tages.
Viele weitere folgten – fast könnte man von einer ornithologischen Druckbetankung reden. Zoltan zeigte uns einige Nasswiesen, die leider durch die Dürre der letzten Jahre nicht so viel Wasser wie in den Jahren zuvor hatte. Die Fülle an Vögeln, die wir gezeigt bekamen, erschlug uns regelrecht.

Adlerbussard, Wiesenweihe, Rohrweihe, Kraniche, Löffler, Purpurreiher, Kiebitz und Brachvogel sind nur einige Beispiele. Daneben bekamen wir auch viel über die Flora, die Landschaft, die Kultur und den Rest der Fauna erklärt.

Die Waldohreulen

Das Erlebnis mit den Dommeln hat mich tatsächlich so gewurmt, dass ich mir eine neue Kamera bestellt habe. Zu meiner kompletten Verwirrung musste ich diesmal aber nur eine Woche warten. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich musste die Kamera dann auch ausprobiert werden.
So kam es wie gerufen, dass Daniel sich meldete, er habe die Eulen wieder entdeckt. Also mal ehrlich: ich würde die ja nie alleine finden. Selbst wenn ich weiß, wo die sitzen fällt mir das schwer. Danke nochmal! Das wird eine ziemlich schlimme, wildlife-arme Zeit, wenn die Hälfte meiner Augen ausfällt, wenn er demnächst seine Forschungsreise antritt.

Zur Kamera: es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Selbstverständlich ist die Kamera auch nicht perfekt, aber anstatt 10 Fotos habe ich 600 Fotos heimgebracht, die fast alle technisch einwandfrei sind. Das Aussortieren ist also ein irrer Aufwand geworden. Ich bin unsicher, ob es ein Vor- oder Nachteil ist. Selbstverständlich sind das jetzt keine Fotos, die nicht genauso gut mit meiner alten Kamera hätten entstehen können. Wir werden sehen!

Gutes Wetter, schlechtes Wetter

Seit Tagen gibt es im Wechsel gutes Wetter und schlechtes Wetter. Damit einher geht dann auch schlechtes Licht und gutes Licht.

Ich mag beides. Bei schlechtem Wetter ist es meist ruhiger dafür werden dann die Fotos oft nicht so gut.

Die Fotos sind jetzt alle in Hessen in der näheren Umgebung entstanden. Tja… Wohnzimmer renovieren schlägt eben manchmal Wegfahren. Ich bin schon ein richtiger Wandstreicher. Allerdings ginge momentan wegen Omikron sowieso nicht viel.

Ich bin aber zufrieden. Das Wohnzimmer hatte es nötig und ich freue mich total über die tollen Ausflüge mit Verena, meiner Mutter oder auch Daniel.

Nachwirkungen: Land unter!

Frohes Neues Jahr!

Allen meinen Lesern wünsche ich ein frohes 2022!

Ich möchte jetzt nicht den letzten Beitrag wiederholen, darum starte ich das neue Jahr einfach mit ein paar Bildern von Silvester 2021.

Viel zu warm, sonnig und mit vielen Fotos ging das Jahr für mich zu Ende. Die letzte Fototour unternahm ich mit Daniel im Biebricher Schlosspark.

Wir haben alle 3 dort vorkommenden Papageienarten fotografieren können und wir konnten auch schöne Fotos mit Eichhörnchen machen. Die Tiere waren unerwartet zutraulich und man konnte aus recht kurzer Entfernung fotografieren.