Wetterkapriolen im Februar

Die letzten Jahre war der Februar meist verregnet und trübe. Dieses Jahr ist der Februar extrem wechselhaft. Auf Dauerregen folgte starker Frost mit starken Schneefällen. Viel Schnee blieb trotzdem nicht liegen. Die letzten Tage war es sonnig und frostig klar.
Tja… und die nächsten Tage soll es wieder wärmer und nasser werden.

Ich will auch Niemanden hier ins Koma langweilen. Ich weiß: Wetter ist so ein Thema. Die Bedingungen waren aber super für Fotos und ich habe in der ersten Hälfte des Februar schon eine Menge fotografiert. Das Wetter brachte also gute Fotogelegenheiten, aber schaut selbst:

Bei den Teichen

Im Januar war ich ein paar Mal bei der Rohrdommel. Leider saß die Rohrdommel meist weit weg.

Manche Tage sind aber speziell. Zunächst sahen wir die Rohrdommel wieder in großer Entfernung, so dass man keine guten Fotos machen konnte. Wir spazierten weiter, um am anderen Teich nach der Dommel zu schauen. Fehlanzeige… dann sah ich aus dem Augenwinkel einen Eisvogel kurz aufblitzen, verlor ihn aber wieder aus dem Auge. Kurz später sahen wir ihn dann wieder, ziemlich nah sogar. Eisvögel sind aber leider scheue Gesellen und mögen Kameras nicht und so flog er nach kurzer Zeit weiter. Wenigstens habe ich diesmal nicht komplett verkackt und bekam ein Foto. Wir gingen noch ein wenig weiter.

Zurück am Teich, suchten wir wieder das Schilf nach der Dommel ab. Fehlanzeige! Tja… und dann hatten wir Glück. Die Dommel flog an und setzte sich direkt vor uns. Ich war zu erschrocken, um Flugbilder zu machen, aber immerhin saß sie in bester Fotoentfernung. Was für ein Glück! Wir konnten ausgiebig fotografieren. Immer wieder erstaunlich, wie der Vogel mit dem Hintergrund verschmilzt, wenn man kurz nicht hinschaut. Es ist fast unmöglich ihn dann zu sehen.

Langsam schritt die Dommel tiefer ins Schilfdickicht und wir wollten gehen, als sich plötzlich ein weiterer Eisvogel in das gerade durch die Wolken brechende Sonnenlicht direkt vor uns setzte. Was war das eigentlich wieder für ein Tag?

Manchmal hat man einfach Glück. Andererseits war ich auch schon zigmal da und habe nichts fotografieren können. Die zwei Eisvögel, die sich momentan dort am Teich aufhalten, scheinen jedenfalls nicht so scheu zu sein, wie die letzten Jahre.

Frohes neues Jahr 2021!

Vermutlich hat sich jeder hier das Jahr 2020 anders vorgestellt. Für mich sind sämtliche Urlaubstouren ausgefallen. Geplant waren Reisen nach Italien, nach England, nach Ungarn und in die Bretagne. Leider hat davon nichts geklappt.

Trotzdem konnte ich viel unternehmen und habe viele schöne Touren in Deutschland unternommen. Zentral waren die UV-Fluoreszenztouren mit Mathias. Das hat mich tatsächlich sehr bereichert. Auch die vielen Ausflüge mit Daniel waren wieder super. Ich genieße das einfach, auch wenn ich fotografisch jetzt dann doch oft sehr unzufrieden mit mir war. Ich muss da vermutlich einfach geduldiger werden, aber ich kann mit/von ihm auch sehr viel lernen. Fast schon selbstverständlich waren die Touren mit Verena. Wir waren gemeinsam im Kaiserstuhl, im bayerischen Voralpenland und natürlich hier in der näheren Umgebung. Beides war nicht nur botanisch sehr ergiebig. Wir haben auch viel an Tieren gesehen. Vor allem die Unken, die Äskulapnetter und die Salamander werden mir hier in Erinnerung bleiben.

Im Herbst habe ich dann angefangen, im Makrobereich Fokusstacking zu benutzen. Natürlich hilft da auch die neue Kamera. Dadurch angefixt habe ich mir Equipment geholt, mit dem ich mikroskopische Fotos machen kann. Neben Zwischenringen, die ich schon länger habe, besitze ich jetzt Mikroskopobjektive und Achromaten. Dadurch eröffnet sich eine völlig neue Welt der Fotografie. Das erste Ergebnis waren die Schleimpilze. Der Aufwand beim Fotografieren und Nachbearbeiten ist natürlich enorm; der Spaß aber auch.

Was soll ich also sagen? Fand ich 2020 so schlimm? Eigentlich war es ganz ok für mich. Ja, wir hatten gewissen Einschränkungen und gerade die 2 wöchige Quarantäne bei Verenas Coronaverdacht war nicht schön, aber ich hatte schon schlechtere Jahre. Was mich allerdings wirklich schockiert ist die mittlerweile alljährliche Dürre. Es war wieder sehr trocken und ich mache mir große Sorgen um den Wald. Die Fichten im Taunus sind schon zum Großteil vertrocknet, die Reste werden vom Borkenkäfer dahingerafft und die Buchen verlieren im Sommer schon ihr Laub. Leider sieht es nicht aus, als könnte es noch eine Trendwende geben. Das Schlimme ist, dass wegen der Pandemie diese Umweltkatastrophe völlig aus dem Blick gerät.

Und trotzdem: immer wieder werde ich überrascht und freue mich an den Wundern der Natur. Dieses Jahr war voller Entdeckungen und schöner Tage, so dass ich es nicht so sehr negativ sehe.

In diesem Sinne: allen Freunden, Lesern, Verwandten ein frohes, gesundes, erfüllendes Jahr 2021.

Der Dezember

Weihnachtskraniche

puh… was war ich im Dezember unkreativ und unproduktiv.

Irgendwie war fotografisch aber auch wirklich nichts los und so habe ich jetzt auch wirklich Schwierigkeiten noch was zu schreiben. Ich hatte mir ja vorgenommen, jeden Monat etwas zu schreiben. Also jetzt quasi in letzter Minute 😀

Trotzdem hier noch ein paar Fotos.

Guten Rutsch! Wir sehen uns im neuen Jahr.

P.S.: es kommt noch ein Rückblick auf 2020 mit den Fotos des Monats. Ich war schlicht zu träge.