Die ersten Blüten des Frühjahrs

Ich liebe die ersten Blüten des Frühlings. Sowohl die Märzenbecher als auch Kuhschellen und Leberblümchen verzaubern mich jedes Jahr aufs Neue.

Auch dieses Jahr war ich im Vogelsberg und in Rheinhessen unterwegs, um die schönen Blumen zu sehen und zu fotografieren. Und tatsächlich habe ich sogar Spaß dabei und nehme mir Zeit. So habe ich in Rheinhessen eine gute Stunde vor einem einzigen Leberblümchen auf dem Weg gesessen und immer wieder probiert, wie es besser aussieht. Und tatsächlich gefallen mir die Ergebnisse sehr gut.

Wer hätte das gedacht: wenn man sich Zeit nimmt, gefallen die Ergebnisse besser? Na sowas! 😀

Ok… hier mal ein paar Ergebnisse:.

Von Winter zum Vorfrühling

Endlich haben wir den Winter hinter uns und genießen die ersten warmen Tage.

Gerade der Februar fühlte sich endlos lang an mit Schnee und Kälte. Ich werde nicht warm mit dem Monat. Die drei Farben des Februars sind braun, grau und depressiv. Aber jetzt kommt so langsam grün dazu und ich freue mich.

Ja… und was passiert? Natürlich hole ich mir eine Erkältung. Naja… geht vorbei. Hier mal ein paar Fotos der Übergangszeit.

.

Monat der Bärte

Wie eigentlich jeden Oktober in den letzten Jahren, fotografiere ich gerne die Pilze in den Wäldern der Umgebung. So fahre ich zum Beispiel nach Heidenrod, weil ich dort eine Stelle mit ästigem Stachelbart kenne. Leider wurde der Fundort zerstört und auch dieses Jahr erschienen keine Fruchtkörper. Aber zu meiner Überraschung habe ich in der Nähe eine Stelle gefunden, wo drei(!) Stachelbartarten wachsen. Beim ersten Besuch fand ich nur den dornigen Stachelbart, beim zweiten fand ich dann noch den ästigen Stachelbart direkt in der Nähe und beim dritten Besuch mit meiner Mutter fand sie weitere ästige Stachelbärte und junge Igel-Stachelbärte. Wie komplett verrückt das war.
Darüber hinaus ist der Wald voller Buchen-Schleimrüblinge. Die vielen Pilze und die Ästhetik des Verfalls in diesem Wald begeistern mich dieses Jahr sehr.
Tja und dann bekam ich den Hinweis, dass der Widerbart erneut spät blüht. Wie komplett irre das ist, muss ich niemandem erzählen. Zwar steht nur eine Pflanze dort in Blüte, aber selbst das ist wirklich außergewöhnlich. Mich hat es sehr gefreut und ich musste es natürlich auch festhalten.

Epipactisausflüge im Juli

Im Juli unternahm ich einige Ausflüge zu den späten Epipactisarten in der weiteren Umgebung.So suchte ich die Epipactis leptochila und Eipactis purpurata im Taunus, und die Epipactis leptochila und Epipactis neglecta in der Rhön. Insbesondere letztere hatte ich bisher nie in gutem Zustand gesehen. Ich war begeistert von den schönen Pflanzen und den Wuchsorten. Besonders die Rhön hat mich wieder total geplättet, was Anzahl der Pflanzen und natürlich was die Landschaft angebelangt.

Tja… und ich mag auch die Fotos.

Wieder ein kurzes Wochenende in den Ostalpen


Zwar zehn Tage früher als letztes Jahr, aber wieder zu spät. Das gibts doch garnicht!

Anfang Juli war ich wieder in Österreich, um Kohlröschen am Trenchtling zu suchen. Wieder war es großartig, aber wieder war ich ein bisschen zu spät für einen guten Blühzustand. Aber ich will mich nicht beklagen, denn es gab wieder so viel Schönes zu entdecken und außerdem habe ich jetzt eine Ausrede, noch einmal dort hochzulaufen.

Und noch besser: am nächsten Tag ergab sich mehr oder weniger zufällig und kurzfristig noch eine Tour mit Manfred. Das ist ja sowieso immer mega und diesmal zeigte er mir die für mich neue Nockalm. Wie irre ist die Landschaft dort eigentlich? Schottland auf Steroiden und voller Orchideen! Danke nochmal Manfred!

Orchideen im April

Endlich ist die Saison da und endlich kann ich unbeschwert von Krankheit und Ehrenamt ins Gelände. Es klingt vielleicht doof, aber es ist ein Unterschied, wenn man nicht ständig daran denkt, wie man jetzt die Pflanzen erfasst. Wie auch immer: es macht wieder richtig Spaß. Auch wenn einige niederschlagende Erlebnisse dabei waren. So ist zum Beispiel mein Lieblingsbiotop im Goldsteintal nachhaltig zerstört. Das beste Brand-Knabenkrautbiotop in Hessen und das einzige mit Farbvarianten. Das war natürlich harter Tobak, aber es gab auch schöne Erlebnisse – wie zum Beispiel der Ausflug auf die schwäbische Alb.

Saure Gurken Zeit

Es ist Hochsommer, die Natur ächzt unter den letzten heißen Tagen. Diese Zeit ist für mich fotografisch die am wenigsten spannende. Tagsüber ist fotografieren nahezu unmöglich, abends wird man von Stechmücken aufgefressen und morgens… ja, morgens geht zwar immer, aber man muss eben so früh raus.

In diesem Jahr blüht die Herbst-Drehwurz, die hier normalerweise erst Anfang September zur Hochblüte gelangt schon mitten im August. Leider gab es diesmal nur wenig Morgentau bei meinem frühen Ausflug, aber dafür reichlich Exemplare.

Auch die Stoppelfelder mit den Hasen sind jetzt ein schönes Ziel, aber gerade in der Vogelwelt ist momentan alles ruhig. Sommerloch eben.