Kurztrip nach Süden

Statt des erneut ausgefallenen Ungarnurlaubs blieben wir auch dieses Jahr daheim und unternahmen Kurztrips. Einer davon führte uns nach Baden-Württemberg.
Irgendwie ist es doch eine andere Flora und Fauna, oder vielleicht auch nur ein Vorgeschmack, auf was wir uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einstellen können.

Zuerst waren wir im Morgengrauen Vögel fotografieren. Im normalerweise sehr überlaufenen Gebiet waren so früh an einem Wochentag nur ein gutes Dutzend Fotografen unterwegs. Man freut sich ja schon fast, dass es nicht die üblichen Massen sind. Andererseits sind diese Massen durchaus verständlich, denn es gibt viel zu sehen. So hatten wir zum Beispiel Glück mit Bartmeisen und Blaukehlchen in schöner Fotoentfernung.

Weiter ging es im Kaiserstuhl mit Orchideen und Eidechsen. Auch hier vielleicht nichts neues und spektakuläres, aber manchmal geht es auch nicht nur darum.

Was mich dann aber umgehauen hat, war im extremen Süden Deutschlands die Massenblüte des violetten Dingels. Das war schon übertrieben gut – genau wie die Hummel-Ragwurz, Riemenzunge und andere Trockenrasenarten. Das habe ich dort so noch nie erlebt.

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch kurz den Bienenfresser-Drive-In. Da bekommt man zwar keine besonderen, aber doch immer zuverlässig gute Fotos.

Ich hoffe, dass es nächstes Jahr endlich mit Ungarn klappt. So langsam frustriert mich das.

Fotografierst du eigentlich noch…

Orchideen?

Aber ja. Allerdings tue ich mich momentan sehr schwer damit, irgendwie etwas zeigenswertes, besonderes zu produzieren.

Was mich aber wieder umgehauen hat ist Neottia nidus-avis, die Vogel-Nestwurz. Sie avanciert immer mehr zu meinem Liebling. In Wiesbaden ist die Pflanze, im Gegensatz zu anderen Gegenden tatsächlich recht selten. Vor allem unter UV-Einstrahlung entfaltet sie ihre ganze Pracht. Die Fluoreszenzen sind der Hit. Aber schaut selbst.

Eigentlich müsste man mal die Blüte im UV-Licht stacken… vielleicht traue ich mich da ja mal ran.

Unterwasser-Molchfotos

Mein Laowa Probeobjektiv lag jetzt fast ein Jahr sinnlos rum und schaute mich traurig an. Das konnte so nicht weitergehen. Das nasse Wetter brachte mich zu der Idee, im Taunus nach Amphibien zu schauen.

Tatsächlich kenne ich dort ein sehr schönes Biotop für Molche. Zumeist finden sich dort die buntgefärbten Berg-Molche.

So ganz zufrieden bin ich nicht, aber es ist ein ganz anderes Fotografieren und ich muss erst noch mit Technik und Motiv klar kommen, aber es macht schon viel Spaß und erschließt eine völlig neue Welt.

Kurz bei den Waldohreulen

Heute vormittag waren wir kurz bei den Waldohreulen. Anders als sonst saßen sie fast perfekt. Die Jungen sind schon aus dem Nest geklettert und schauen einen mit großen Augen an. Einfach total süß.
Das Licht war zum Fotografieren eher schon ein wenig zu hart. Trotzdem mag ich die Ergebnisse, weil die Eulen sich so entspannt fotografieren ließen.

Und dann waren wir nochmal da.