Polarlichter!


Ich bin ja ein totaler Fan von Polarlichtern und wenn es Sonnestürme gab, bin ich auch hier in Deutschland schon oft nachts raus und unverrichteter Dinge wieder heim… ohne brauchbare Fotos, ohne etwas zu sehen. Dreimal waren wir in Island, um die Polarlichter zu sehen. Das war auch erfolgreich, fixte aber natürlich immer mehr an.
Gerade jetzt zum solaren Maximum habe ich die Sonnenaktivität täglich verfolgt und es stieg immer die Vorfreude, wenn ein vielversprechender Sonnenfleck erschien. Diese Woche war dann aber anders. Ein riesiges Sonnenfleckengebiet drehte sich in unsere Richtung und produzierte Ausbruch um Ausbruch. Die Vorhersage für Freitag war, dass das Plasma von mehreren Ausbrüchen gleichzeitig ankommen würde und einen magnetischen Sturm und Polarlichter erzeugen könnte. Dass es dann der stärkste der letzten 20 Jahre werden würde, war einerseits beunruhigend und amdererseits einfach wahnsinnig schön. Gleichzeitig war auch gutes Wetter vorhergesagt.

Ich fuhr zu Beginn der Dämmerung auf den großen Feldberg im Taunus, um die Polarlichter möglichst gut zu sehen. Schon bei der Parkplatzsuche merkte ich, dass es wohl sehr voll werden würde. Tatsächlich waren schon viele Leute dort und es wurden immer mehr. Aber ich hatte Glück und bekam einen sehr guten Platz.

Also baute ich die Kamera auf und machte ein paar Testbilder vom Sonnenuntergang. Kurz bevor das Sonnenlicht verschwunden war, erschienen auch schon die ersten Polarlichter auf der Kamera. Es war also noch hell und die Lichter waren schon zu sehen. Wahnsinn! Mit zunehmender Dunkelheit intensivierten sich die Farben. Hier war hauptsächlich rot/magenta zu sehen. Die roten Polarlichter waren auch gut mit bloßem Auge zu sehen. Nachdem die Aktivität um 23:00 etwas abflaute, beschloss ich den vollen Feldberg zu verlassen, weil mir das etwas unangenehm war und nach Bad Schwalbach zu fahren. Etwa um halb 1 war ich dort und was ich an Lightshow dort geboten bekam, war schlicht irre. Blaue, grüne, rote Strahlen im Norden, Osten, Westen, Süden, über mir, überall. Was für ein absoluter Wahnsinn. Aber nach einer halben Stunde konnte ich vor Müdigkeit nicht mehr und machte mich heim.
Tatsächlich habe ich so schöne Polarlichter nicht mal in Island gesehen. Ich bin einfach nur glücklich gerade!

Wir sind zurück

von unserem USA Urlaub. Über Sonnenfinsternis, angemalte Kardinäle und Wasserkartoffeln schreibe ich die nächsten Tage.

Erlebnisreich war es, schön war es und trotzdem bin ich froh, wieder hier zu sein. Ein bisschen habe ich die frühen Orchideen leider verpasst, aber Frühling in Deutschland fühlt sich einfach gut an.

Endlich Vorfrühling und ein bisschen Blues

Endlich zeigen sich bei warmem, frühlingshaftem Wetter die ersten zarten Blüten. Die Märzenbecher hier in Wiesbaden und die Leberblümchen in Rheinhessen. Die Vögel singen, die Störche klappern, der Frühling kommt und die Freude ist groß.

Das Wetter und die Fotochallenge meines Bruders führen dazu, dass ich wieder mehr klassisch unterwegs bin. Die große Kamera bleibt öfter zuhause. So langsam war es auch irgendwie nicht mehr so spannend, immer wieder die gleichen Motive zu fotografieren. Ich bin momentan leicht frustriert und genervt von der Wildlifefotografie. Bestimmt kommt die Lust wieder, aber die Blumen sind gerade doch spannender.

Tatsächlich habe ich auch an einer Neuanschaffung viel Freude. Ich habe ein günstiges Tilt-Shift-Objektiv aus chinesischer Produktion angeschafft. Das eröffnet so viele kreative Möglichkeiten und wenn ich ehrlich bin, sind die Makroaufnahmen damit auch besser als mit dem Nikon 105mm Makro, das meiner Meinung nach sowieso total überbewertet ist. Ja, es ist total scharf und auch schön leicht, aber ich mag die unscharfen Bereiche überhaupt nicht und die Brennweite ist auch schwierig. Wieso stellt eigentlich niemand mehr ein Makro mit einer größeren Brennweite her? Was ist denn los Sigma, Nikon, Tamron? Und jaaa… es gibt auch da eine Alternative aus China, aber leider ohne Autofokus.

Neben dem Wildlife- und Makroblues, habe ich auch ein bisschen den Webseitenblues. Nachdem ein Update erneut fehlgeschlagen ist, sehe ich erstmal von Updates der Galeriesoftware ab. Ich musste tatsächlich ein komplettes Backup einspielen, damit die Seite wieder funktioniert. Das ist jetzt das zweite Mal nacheinander, dass die Seite komplett kaputt geht durch ein NGG-Update. Es ist einfach viel Arbeit, nur damit der Käse wieder läuft. Das macht so keinen Spaß.

Der Vogelwinter

neigt sich dem Ende zu. Ich habe so langsam auch die Fototouren in den Schlosspark ein bisschen über. Alleine die Gesellschaft von Daniel macht es cool. Ich will wieder Blumen fotografieren, will in den Wald.
Natürlich würde ich trotzdem jedesmal wieder den Eisvogel fotografieren. Da kann man einfach auch schlecht vorbei gehen.
Ich bin trotzdem einigermaßen froh, welche Ergebnisse bei den Touren rauskamen und generell bin ich dankbar, so viel unterwegs sein zu können.

Hier mal die Ergebnisse: