Die ersten Blüten des Frühjahrs

Ich liebe die ersten Blüten des Frühlings. Sowohl die Märzenbecher als auch Kuhschellen und Leberblümchen verzaubern mich jedes Jahr aufs Neue.

Auch dieses Jahr war ich im Vogelsberg und in Rheinhessen unterwegs, um die schönen Blumen zu sehen und zu fotografieren. Und tatsächlich habe ich sogar Spaß dabei und nehme mir Zeit. So habe ich in Rheinhessen eine gute Stunde vor einem einzigen Leberblümchen auf dem Weg gesessen und immer wieder probiert, wie es besser aussieht. Und tatsächlich gefallen mir die Ergebnisse sehr gut.

Wer hätte das gedacht: wenn man sich Zeit nimmt, gefallen die Ergebnisse besser? Na sowas! 😀

Ok… hier mal ein paar Ergebnisse:.

Von Winter zum Vorfrühling

Endlich haben wir den Winter hinter uns und genießen die ersten warmen Tage.

Gerade der Februar fühlte sich endlos lang an mit Schnee und Kälte. Ich werde nicht warm mit dem Monat. Die drei Farben des Februars sind braun, grau und depressiv. Aber jetzt kommt so langsam grün dazu und ich freue mich.

Ja… und was passiert? Natürlich hole ich mir eine Erkältung. Naja… geht vorbei. Hier mal ein paar Fotos der Übergangszeit.

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Winterlichter


Dieser Sonnenzyklus spendet mir wirklich sehr viel Freude. Polarlichter über Polarlichter. Alleine diesen Monat konnte ich schon das zweite mal hier in Hessen Polarlichter beobachten. Einfach verrückt! Leider gab es bei uns unten schlechtes Wetter mit Nebel, so dass ich bis zum Feldberg gefahren bin, damit ich was sehe. Leider war ich dadurch etwas spät dran und verpasste den Höhepunkt. Hätte also natürlich besser sein können, aber es hat wenigstens für ein paar Fotos gereicht. So 100% bin ich also nicht zufrieden, aber wann bin ich das schonmal?

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2025 in Bildern

Durch meine Operationen war ich im letzten Jahr nicht so viel unterwegs. Generell hatte ich oft nicht die Motivation, die große Kamera und das schwere Objektiv mitzunehmen, aber trotzdem kann ich eigentlich zufrieden sein.

Januar


Im Januar war ich mit Verena in Helgoland und natürlich muss das Foto von diesem Urlaub sein. Ich mag die Robben einfach zu sehr.

Februar


Der Februar war schwierig. Wieder ein Eidechsenfoto im Februar, aber ich war die meiste Zeit im Krankenhaus und nicht in der Lage zu Ausflügen. Tatsächlich ist es fast identisch zum letzten Jahr. Was soll man machen? 😉

März


Die Kauzästlinge beschäftigten uns mehrere Tage im März. Auch hier war ich nicht in der Lage zu großen Ausflüge und dann passt ja der Schlosspark Biebrich ganz gut.Leider kein so tolles Licht, aber wir waren einfach verzaubert.

April


Die Orchideensaison begann für mich im April. Ein Sonnenuntergang in Offenbach – schönes Licht und himmlische Ruhe. Was will man mehr?

Mai


Mit berni und Daniel besuchte ich die Äskulapnattern. Ein superschönes Wochenende mit tollen Ergebnissen. Viel, viel Mojo bei der Motivsuche.

Juni


Nochmal die Mauereidechse, aber an einem anderen Spot. Ich mag das Foto einfach sehr, obwohl der Juni eigentlich recht ergiebig war.

Juli


Im Juli fotografierte ich viel die heimischen Epipactisarten und dieses Foto gefiel mir besonders. Beim Urlaub in Österreich und dem Ausflug in die Rhön entstanden zwar auch schöne Bilder, aber irgendwie mag ich das am liebsten.

August


Es ist unmöglich vom Wienurlaub ein schönstes Foto auszusuchen, aber dieses hier zeigt sowohl einen Hamster, als auch viel der Umgebung. Einfach nur schön: Hamster und Ziesel in Wien und Murmeltiere am Großglockner.

September


Ein Reiherfoto, das ich mal mag. Eine Besonderheit! Deshalb muss es hier rein.

Oktober


Im Oktober sind es immer die Pilze. Es ist sehr schwer, das beste rauszusuchen. Aber das hier finde ich ganz gut.

November


Im November war ich so gut wie gar nicht unterwegs, aber mir sind die Blumen an der Gedenkstätte am Michelsberg aufgefallen. Ich mag das Foto, auch wenn es sehr traurig ist.

Dezember


Paderborn = Eisvogel. Wir hatten sehr viel Spaß an den Vögeln und an der Stadt. Wir kommen sicher wieder!

Wie jedes Jahr, hier die Fotos, die es nur in die zweite Reihe geschafft haben.

Zwischen den Jahren nach Paderborn

Nach dem Besuch der Verwandtschaft in Unna fuhr ich gemeinsam mit Verena nach Paderborn. Wir hatten gehört, dass man dort in der kalten Jahreszeit sehr einfach Eisvögel beobachten könnte und das war Anlass genug für uns, die Stadt zu besuchen.

Wir kamen also spät abends in Paderborn an und ich beschloss noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Es wurde aus mehreren Gründen aber etwas länger. Schon bald machte ich Ecken aus, die sich für Vogelbeobachtung lohnen könnten. Besonders die Wege in Richtung Paderauen erschienen mir interessant. Aus Neugier lief ich nach dem Besuch des Paderquellgebiets auch am Dom vorbei und durch die Altstadt. Tatsächlich finde ich die Altstadt sehr sehenswert. Ich wusste vorher nicht, wie alt und geschichtsträchtig die Stadt ist. Mein Vorurteil „Kaff“ wurde schon beim ersten Gang widerlegt. Überhaupt hat Paderborn ein ganz eigenes Flair mit den vielen Quellen und dem vielen Wasser im Stadtkern.

Direkt am ersten Morgen gingen wir bei Sonnenaufgang zu den Stellen, die ich für Wasseramseln geeignet hielt. Leider war das Licht noch dürftig, aber trotzdem sahen wir die Wasseramsel im schnellen Wasser nach Krebschen fischen. Ich habe noch nie eine Wasseramsel derart entspannt aus dieser Nähe beobachten können. Das ist absolut außergewöhnlich. Wir hielten uns natürlich auf dem Weg auf und nach ihrem Fischzug belohnte die Wasseramsel uns dafür noch damit, dass sie auf einen Stein in unsere Richtung flog und sich dort putzte.

Nach diesem Wasseramselerlebnis liefen wir zum Paderquellgebiet. Schon auf dem Weg dorthin sahen wir den ersten Eisvogel. Richtig wild wurde es aber in der Nähe der Waschweiber. Nicht nur zwei Eisvögel saßen dort, sondern es war bereits ein gutes Dutzend Fotografen dort am Fotografieren. Wie bei den Wasseramseln, stellte ich auch bei den Eisvögeln keinerlei Scheu fest. Das mag daran liegen, dass sie Fotografen gewohnt sind und diese sich auch in guter Entfernung hielten.

Von der warmen Pader spazierten wir dann in Richtung Altstadt für ein spätes Frühstück. Wir besuchten den Dom und gingen dann nach einem weiteren Umweg über die Auen mit noch mehr Eisvögeln und Wasseramseln langsam zurück zum Hotel. Nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen hatte sich die Sonne leider verzogen und viel mehr als Abendessen machten wir dann nicht mehr. Während wir saßen hatte dann Eisregen eingesetzt und es war stellenweise sehr glatt. Trotzdem ging ich spät abends noch eine Runde für Fotos durch die Stadt.

Am nächsten Morgen besuchten wir noch einmal die Paderquellen und genossen die Nebelstimmung, die von den warmen Quellen erzeugt wird. Fotografisch war es dann nicht ganz so spannend, aber es muss ja nicht immer nur Foto sein.

Besonders schön fand ich die Rückfahrt mit einer grandiosen Nebelstimmung in den Tälern, glasklare Luft in den Höhen und vor Eis glitzernden Bäumen. Fotografiert habe ich das aber nicht. Manchmal muss es eine Erinnerung bleiben.

Ich würde sagen: in Paderborn waren wir auch nicht das letzte Mal.

Monat der Bärte

Wie eigentlich jeden Oktober in den letzten Jahren, fotografiere ich gerne die Pilze in den Wäldern der Umgebung. So fahre ich zum Beispiel nach Heidenrod, weil ich dort eine Stelle mit ästigem Stachelbart kenne. Leider wurde der Fundort zerstört und auch dieses Jahr erschienen keine Fruchtkörper. Aber zu meiner Überraschung habe ich in der Nähe eine Stelle gefunden, wo drei(!) Stachelbartarten wachsen. Beim ersten Besuch fand ich nur den dornigen Stachelbart, beim zweiten fand ich dann noch den ästigen Stachelbart direkt in der Nähe und beim dritten Besuch mit meiner Mutter fand sie weitere ästige Stachelbärte und junge Igel-Stachelbärte. Wie komplett verrückt das war.
Darüber hinaus ist der Wald voller Buchen-Schleimrüblinge. Die vielen Pilze und die Ästhetik des Verfalls in diesem Wald begeistern mich dieses Jahr sehr.
Tja und dann bekam ich den Hinweis, dass der Widerbart erneut spät blüht. Wie komplett irre das ist, muss ich niemandem erzählen. Zwar steht nur eine Pflanze dort in Blüte, aber selbst das ist wirklich außergewöhnlich. Mich hat es sehr gefreut und ich musste es natürlich auch festhalten.

Nagetiertour nach Österreich


Großglockner

Unsere Tour in Richtung Österreich führte uns zunächst nach München. Gemeinsam mit berni suchten wir abends Wechselkröten und die Unken.
Wir fanden Wechselkröten in unterschiedlichen Größen, aber leider keine Unken.
So ist das eben manchmal.

Am nächsten Tag ging es dann weiter in Richtung Großglockner Hochalpenstraße. Am späten Nachmittag kamen wir am Hotel an. Es hat sich durchaus gelohnt, oben vor Ort im Hotel im Panoramarestaurant Kaiser-Franz-Josefs-Höhe zu übernachten, denn die Murmeltierbeobachtung ist dort mehr als einfach. Man fällt zweimal um und ist bei den Tieren. Vor allem spart man sich natürlich die tägliche anstrengende Fahrt.
Die Tiere werden dort von den Besuchern mit Gemüse und Nüssen gefüttert, weshalb sie sehr zutraulich sind.
Ja, trotz der Lage im Nationalpark. Man kann davon halten, was man will, aber die Tiere sind sehr gut zu fotografieren. Mitunter sind sie sogar etwas aufdringlich, während sie nach Futter in den Taschen der Besucher suchen.
Trotzdem ein tolles Erlebnis und so kann man eben auch mal Fotos mit dem Weitwinkel oder auch dem Handy machen.
Nicht nur Murmeltiere fotografierten wir, sondern auch auch Landschaft und sogar die Sterne. Wunderbar dunkel ist der Nachthimmel in den hohen Tauern.
Am zweiten Tag wurden wir von einer jungen Dame angesprochen, die ganz aufgeregt ein iphone-Ladekabel suchte. Ihr Kabel war kaputt gegangen, und sie brauchten dringend ein Handy, um ihre Zugverbindungen buchen zu können.
Ich sagte zunächst, dass wir keins hätten, weil ich auch nur an unsere USB-C-Kabel dachte. Später fiel mir ein, dass doch irgendwo im Auto noch ein altes Kabel sein könnte und ich ärgerte mich, dass mir das nicht eingefallen war. Glücklicherweise trafen wir die Dame noch einmal und so konnte ich mein altes Ladekabel loswerden. Sie war sehr erfreut und auch sehr erleichtert, dass sie ihr Handy so wieder laden konnte.
Lustig dachte ich. Das gibt doch bestimmt Karmapunkte und freute mich, dass ich helfen konnte.

Wien

Über die Nockberge fuhren wir weiter in Richtung Wien. Wir kamen erst abends in Wien an. Immer wieder überraschend, wie lang die Fahrt quer durch Österreich doch ist. Am ersten Abend holten wir uns nur ein 72h Ticket für die Öffis und gingen früh ins Bett, denn wir wollten früh morgens direkt zu den Hamstern.
Leider sahen wir am ersten Morgen dort keine Hamster. Vermutlich weil wir zu ungeduldig waren und weil wir auch nicht wussten, wo wir genau schauen mussten.
Nach einem ausführlichen Stadtbummel ging es abends wieder zu den Hamstern. Diesmal waren die Hamster sehr viel aktiver, und wir nicht die einzigen Fotografen und so war es dann leicht, die Tiere zu finden und zu fotografieren.
Ein Fotograf hatte einen Zweig mit Brombeeren über einem Loch aufgehängt und natürlich machten wir Fotos von dem Hamster, der sich dort bediente.
Am nächsten Morgen waren wir wieder dort. Diesmal wussten wir, wo wir die Hamster finden konnten, das half uns sehr!
Während wir die ersten Hamster beobachteten und fotografierten, kam auch eine größere Gruppe mit Fotografen, die ebenfalls die Hamster fotografieren wollten. Die Stimmung war entspannt und freundlich und man kam ins Gespräch über Wildlife und wie und wo.
Mittags waren wir dann im Lainzer Tiergarten, ein wunderschöner Wald, der ursprünglich im Mittelalter als Jagdrevier angelegt wurde und jetzt ein Naherholungsgebiet ist. Leider war es für eine ausgiebige Wanderung zu heiß, aber immerhin sahen wir eine Bache mit Frischling. Tagsüber auch nicht alltäglich.
Abends waren wir dann wieder bei den Hamstern und diesmal geschah etwas in unseren Augen absurdes. Ein Mann mähte am Rand der Wiese mit einer Motorsense einen Hamsterbau im hohen Gras frei, um dort besser fotografieren zu können. Ich war sprachlos. Nach getaner Arbeit legte er sich auf den Boden und fotografierte einfach, als wäre es das normalste der Welt.

Auch an diesem Abend war der Fotograf vom Vortag wieder da, dieses Mal hatte er Hagebutten für die Hamster dabei.
Ich weiß nicht, ob ich dieses spezielle in Szene setzen gut oder schlecht finden soll. Die Hamster scheint es nicht extrem zu stören, aber die Fotos wirken etwas künstlich.
Meine Lieblingsfotos von den Hamstern sind jedenfalls die, die ich mit kürzerer Brennweite und mit natürlichem Hintergrund machen konnte.
Am dritten Tag fuhren wir nach dem obligatorischen Hamsterbesuch morgens und der Beschaffung einer neuen Speicherkarte zu einer Zieselkolonie.
Leider sahen wir dort nur ein Tier (vermutlich war es doch schon zu spät im Jahr) und das Ziesel saß auch „nur“ auf dem Rasen, also nicht besonders spannend, aber ich will nicht meckern.
Der Hammer passierte dann aber am Abend. Während wir wieder bei den Hamstern waren und kurz vor dem Aufbruch waren, kam ein Mann auf uns zu und wir erkannten ihn als den Freund der jungen Dame, die am Großglockner nach dem Kabel gesucht hatte. Wie verrückt die Welt manchmal ist. Wir unterhielten uns länger, aber leider fragte ich nicht nach Kontaktdaten.
Falls du, junger Mann, also doch deinen Weg hier zum Blog gefunden hast, schreib uns doch bitte einmal an, wir würden uns freuen.

Wie dem auch sei, wenn das kein irrer Zufall war, dann weiß ich es auch nicht.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von den Hamstern und es ging zurück. Ach Wien! Bist und bleibst meine Lieblingsstadt! Ich komme wieder. Bestimmt!

Die Rückreise verlief ereignislos. Ursprünglich wollten wir in Passau zwischenstoppen, aber die Hotels dort fingen bei schlanken 120€ an. Nein Danke!