Endlich!

Jahrelang war es immer ein Ziel von mir, einmal (männliche) Hirschkäfer zu fotografieren. Endlich hat es jetzt geklappt.
Ich hatte eine ungefähre Ahnung, wo man Hirschkäfer finden kann, war aber immer erfolglos. Daniel präzisierte meine Annahmen und so fuhr ich gestern Abend kurz vor der Dämmerung mit Verena zum Biotop. Es war noch recht warm. Mit recht niedrigen Erwartungen aber frohen Mutes gingen wir los. Und tatsächlich waren wir lange erfolglos. Erst auf dem Rückweg, kurz vor Ende, entdeckte Verena einen Käfer und dann noch einen. Ich brauchte etwas, um die rotbraunen Käfer auf der Rinde auszumachen.

Ich vergaß beim Beobachten und Fotografieren beinahe die lästigen Stechmücken. Naturgemäß war das Licht auch schon etwas knapp dort im Wald und trotz der zahlreichen Stiche und der durchschnittlichen Fotos waren wir beide sehr zufrieden und glücklich, dass es endlich geklappt hat.

Sehr lustig, wie die Käfer den Baum hochkletterten, nach einiger Zeit mit einem Platsch wieder auf den Waldboden fielen und erneut hochkletterten.

Ein magischer Abend!

P.S.: mit Ungarn geht es auch sehr bald weiter – Fotos sortieren und aussuchen und all das – es ist viel Arbeit

Die Waldohreulen

Das Erlebnis mit den Dommeln hat mich tatsächlich so gewurmt, dass ich mir eine neue Kamera bestellt habe. Zu meiner kompletten Verwirrung musste ich diesmal aber nur eine Woche warten. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich musste die Kamera dann auch ausprobiert werden.
So kam es wie gerufen, dass Daniel sich meldete, er habe die Eulen wieder entdeckt. Also mal ehrlich: ich würde die ja nie alleine finden. Selbst wenn ich weiß, wo die sitzen fällt mir das schwer. Danke nochmal! Das wird eine ziemlich schlimme, wildlife-arme Zeit, wenn die Hälfte meiner Augen ausfällt, wenn er demnächst seine Forschungsreise antritt.

Zur Kamera: es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Selbstverständlich ist die Kamera auch nicht perfekt, aber anstatt 10 Fotos habe ich 600 Fotos heimgebracht, die fast alle technisch einwandfrei sind. Das Aussortieren ist also ein irrer Aufwand geworden. Ich bin unsicher, ob es ein Vor- oder Nachteil ist. Selbstverständlich sind das jetzt keine Fotos, die nicht genauso gut mit meiner alten Kamera hätten entstehen können. Wir werden sehen!

Mal wieder verkackt!

Seit langer Zeit besuche ich regelmäßig die Rohrdommeln bei uns. Immer freue ich mich, wenn ich diese besonderen Vögel gut getarnt im Schilf sehe. Selten hatte ich mal die Gelegenheit eines der schönen Tiere auf dem Eis oder schwimmend zu beobachten und noch viel seltener habe ich sie fliegen sehen.

Und Freitag vor 10 Tagen geschah genau das. Bei perfektem Wetter, Sonne im Rücken vor spektakulären, dunklen Wolken, flog sie am anderen Teich auf, drehte zwei Runden, flog in meine Richtung und landete keine 15m von mir entfernt ungeschickt im hohen Schilf und war verschwunden.

Ich hatte viel Zeit, die Kamera zu fokussieren und anfangs klappte das auch gut, aber mehrmals verlor die Kamera den Fokus… leider auch beim Ende des Anflugs. Mal abgesehen davon, dass ich zu Beginn noch zu lang belichtet habe, habe ich eine tolle Gelegenheit liegen gelassen. So habe ich die Dommel bisher nie gesehen. Nicht bei dem Licht, nicht so nah zu mir fliegend. Kein einziges Mal in all den Jahren.

Ja, vielleicht denkt jetzt jemand: „Heul nicht rum, du jammerst mal wieder auf hohem Niveau.“ Mich beschäftigt das aber. Wären mit einer anderen, besseren Kamera gute Fotos möglich gewesen? Soll man den Hype mitgehen und noch mehr Geld versenken dafür, dass man wieder monatelang auf bezahltes Kameraequipment wartet? Sollte ich vielleicht wieder mehr Pflanzen fotografieren? Immerhin laufen oder fliegen die nicht durch die Gegend.

Natürlich weiß ich genau, dass auch mit meiner Kamera mehr möglich gewesen wäre. Aber der Frust mal wieder. Immerhin habe ich aber Beweisbilder.

Kleiber

Heute ist mir im Park ein Kleiber begegnet. Normalerweise nehme ich das irgendwie als nichts Besonderes hin. Heute war aber das Licht besonders schön und ich konnte ihn bei der erfolgreichen Jagd beobachten.

Jaja… nur ein Kleiber, ich weiß. Aber was soll’s? Ich finde die Fotos durchaus zeigenswert. Drum zeige ich die auch 😉