Kleiber

Heute ist mir im Park ein Kleiber begegnet. Normalerweise nehme ich das irgendwie als nichts Besonderes hin. Heute war aber das Licht besonders schön und ich konnte ihn bei der erfolgreichen Jagd beobachten.

Jaja… nur ein Kleiber, ich weiß. Aber was soll’s? Ich finde die Fotos durchaus zeigenswert. Drum zeige ich die auch 😉

Bei den Hirschen am Darß

Recht kurzfristig verabredete ich mich mit berni zu einer Fototour an die Ostseeküste.

Nach einer sehr anstrengenden Anreise traf ich mich mit ihm in Berlin. Die kaputte Salzbachtalbrücke verhindert momentan eine gute An- und Abreise von Wiesbaden. Besonders Bahnreisende wie ich sind da ziemlich aufgeschmissen.

Linum
Unser erster Stopp war in Brandenburg, lange vor Sonnenaufgang. Dort beobachteten wir die ersten Kraniche bei eigentlich recht guten Wetterbedingungen. Leider war etwas zu viel Nebel am Morgen und die Sonne kam nur zögerlich durch. Trotzdem mag ich die Lichtstimmung, denn es gibt den Auftritten der Kraniche etwas mystisches.

Weiter ging es zu unserer Unterkunft in Pruchten. Ich hatte ja noch nie solche Schwierigkeiten, eine Ferienwohnung zu finden. Also nicht zu buchen, sondern die gebuchte Wohnung wirklich zu finden. Nach langem Suchen hatten wir es dann aber geschafft.

Günzer See
Am nächsten Morgen ging es zeitig zum Günzer See. Leider war das sehr enttäuschend, denn die wirklich tollen Beobachtungsmöglichkeiten dort sind leider Geschichte- die Hütten sind bis auf weiteres geschlossen. Schade! Man kann lediglich aus recht großer Entfernung am Kranorama beobachten. Fotografieren ist dort fast unmöglich… gerade, wenn das Wetter so schlecht ist wie bei unserem Besuch. Immerhin gab es zwischendurch große Aufregung unter den Vögeln als ein Seeadler auftauchte.

Darß
Abends waren wir dann bei einer geführten Tour zur Hirschbrunft am Darßer Ort. Das war ein echtes Erlebnis: Wir waren 4 Stunden in strömenden Regen unterwegs. Trotzdem sahen und hörten wir viele Hirsche. Gutes Wetter und gutes Licht wäre in dieser Situation die Kirsche auf der Sahne gewesen. Völlig durchnässt, aber zufrieden kamen wir wieder daheim an. Morgens gingen wir die Tour dann nochmal zu „Sonnenaufgang“ an. Leider war es auch da bedeckt und leider hatte berni wegen der Nässe des Vorabends Probleme mit seinem Tele. Abends ging es dann glücklicherweise wieder.

Barther Bodden
An diesem Abend unternahmen wir nämlich eine Bootstour auf dem Barther Bodden. Auf dieser Tour kann man aus größter Nähe die Kraniche beobachten. Das war auch wieder schön. Ich liebe ja die Kraniche, aber leider war es auch diesmal regnerisch und kalt.

Pramort
Am letzten Tag machten wir uns auf zum Pramort. Wir hatten uns Plätze für abends für den Kranicheinflug reserviert. Am frühen Nachmittag brachen wir auf. Wir mieteten uns Räder und fuhren los in Richtung Pramort. Wegen der Empfehlung des Rangers bei der Hirschtour machten wir einen Abstecher zur hohen Düne. Und tatsächlich: das lohnte sich. Über den Dünen schwebte ein Seeadler. Zudem war das auch fast das einzige Mal, dass das Licht nicht total schrecklich war. Nach einiger Zeit des Verweilens und Beobachtens ging es wieder weiter in Richtung Vogelausguck Pramort. Wie grandios dieser Ort ist: auch dort waren die Hirsche unterwegs. Außerdem standen die Kraniche im Wasser und sogar ein Seeadler saß auf dem Boden bei den Hirschen. Völlig verrückt! Nachdem die Kraniche dann angekommen waren, mussten wir leider bald zurück und natürlich hatte es wieder angefangen zu regnen. Kein besonderes Vergnügen bei starkem Regen und Gegenwind zurück zur Verleihstation zu radeln. Sicher aber besser als zu Fuß.

Abschied
Am nächsten Tag war es schon Zeit zum Abschiednehmen. Wir gingen morgens noch im Gespensterwald in Nienhagen spazieren. berni fuhr zurück nach München und ich fuhr dann weiter in Richtung Kopenhagen. Danke berni… das hat voll Spaß gemacht. Übrigens: schau dir doch mal meine Neuntöterfotos an 😀

Kopenhagen
Da ich noch Urlaubstage übrig hatte, fuhr ich von Rostock noch weiter nach Kopenhagen. Kopenhagen war für mich ein ziemlicher Augenöffner. Man sieht absolut keine Masken. Nirgends. Dort sind alle Coronamaßnahmen aufgehoben. Wie das geht ist recht einfach: strenge Kontrollen bei der Einreise und eine sehr hohe Impfquote. Schade, dass sich bei uns immer noch Leute der Impfung verweigern und damit eine Rückkehr zur Normalität verhindern. Ein Grund dafür könnte sein, dass in Dänemark der Politik und der Obrigkeit eher noch vertraut wird. In Deutschland hat man ja auch wirklich viel Mühe aufgewandt, damit die Bevölkerung der Regierung misstraut. :-/
Natürlich ging es bei meinem Kopenhagenbesuch in erster Linie darum, meine lieben Freunde zu besuchen. Und was für eine gute Zeit ich hatte: Zimtschnecken, lustige Strandbesuche bei Sonnenschein und düsterster Gruftimusik und ein Besuch im Tivoli. Wie erfrischend das für die Seele ist, mit lieben Menschen unterwegs zu sein. Danke nochmal!