Niemals wieder!

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938  brannte in Wiesbaden die Synagoge.

Heute erinnert am Michelsberg, auf dem Grundriss der alten Synagoge, ein Denkmal an unsere ermordeten jüdischen Mitbürger.

Mich rührt besonders, dass jemand rote Blumen an diesem Denkmal abgelegt hat. Diese roten Blumen zeigen mir, dass sich auch andere Menschen an diese schrecklichen Zeiten erinnern.

Die Pogromnacht war der Auftakt zur systematischen, industriellen Ermordung von Millionen Juden. Alleine in Wiesbaden wurden über 3000 Bürger jüdischen Glaubens in Ghettos und Konzentrationslager deportiert und ermordet.

Normalerweise möchte ich Politik hier nicht diskutieren, aber die Entwicklungen der letzten Jahre mit dem starken Rechtsruck auch in diesem Land, macht mich nachdenklich und traurig.

Lasst uns niemals vergessen, was den Menschen damals angetan wurde und lasst uns verhindern, dass ähnliche Strömungen in diesem Land Wurzeln fassen.

Unsere Generation ist nicht verantwortlich für die Verbrechen der Großelterngeneration, aber wir haben die Verantwortung, als Gesellschaft gegenzusteuern und zu erinnern.

Der Frühling ist da!

Endlich kann man wieder ohne groß zu frieren raus gehen und die Natur genießen. Ich habe den ganzen Frühling, so viel es eben ging, draußen verbracht. Natürlich hat mich die OP da sehr zurückgeworfen, aber ich habe irgendwie trotzdem viel unternommen. Nach so einem Ereignis scheint es, als würde man die Welt ein bisschen anders wahrnehmen.


Trotz aller Einschränkungen und gesundheitlicher Probleme bin ich mit den Ergebnissen also ganz zufrieden. Es geht aufwärts“

Vögel hier an den Teichen

Im Juli war ich oft hier an den Teichen unterwegs. Es fällt dieses Jahr auf, dass sich dort sehr viele Schwarzmilane aufhalten und außerdem beobachte ich dieses Jahr zum ersten mal ein Neuntöterpärchen. Ich freue mich natürlich, dass ich dort diese Vögel beobachten und fotografieren kann.

Mittlerweile bin ich auch recht angetan von der neuen Kamera. Die Masse an gut fokussierten Fotos ist enorm. Das bedeutet natürlich auch, dass die Auswahl und das Löschen von überflüssigen Fotos mittlerweile den Hauptteil der Arbeit einnimmt.
Ein wenig ärgerlich ist, dass das automatische Bildverbesserungstool, das ich wirklich gerne benutzt habe (DXO-Pureraw 2) absolut nicht mehr taugt.
Bei der D850 war es noch jeden Cent wert, aber bei der Z9 bezahlt man viel Geld für einen Bildzermatscher. Ich würde da momentan noch die Finger davon lassen, wenn es für die Z9 benutzt werden soll.

Drum benutze ich es auch nicht und die Fotos haben jetzt ein wenig Bildrauschen. Es sind halt teilweise massive Ausschnittvergrößerungen – mir passt es so. Wenn man jetzt aus den Fotos mehr machen wollte, dann wäre es Handarbeit. Für den Blog reicht es allemal. Das alles mal beiseite: die Dateien der D850 waren halt schon wirklich erste Sahne und definitiv ein kleines bisschen einfacher zu bearbeiten und trotzdem will ich nicht zurück.

Fotografierst du eigentlich noch…

Orchideen?

Aber ja. Allerdings tue ich mich momentan sehr schwer damit, irgendwie etwas zeigenswertes, besonderes zu produzieren.

Was mich aber wieder umgehauen hat ist Neottia nidus-avis, die Vogel-Nestwurz. Sie avanciert immer mehr zu meinem Liebling. In Wiesbaden ist die Pflanze, im Gegensatz zu anderen Gegenden tatsächlich recht selten. Vor allem unter UV-Einstrahlung entfaltet sie ihre ganze Pracht. Die Fluoreszenzen sind der Hit. Aber schaut selbst.

Eigentlich müsste man mal die Blüte im UV-Licht stacken… vielleicht traue ich mich da ja mal ran.

Inversion

Irgendwie war der September bei mir komisch. Ich war irre beschäftigt und hatte viel zu tun, aber eigentlich schon genug Zeit zum Fotografieren und trotzdem hatte ich keine Ideen. Teilweise raubte mir die Trockenheit ein wenig den Nerv, teilweise habe ich einfach nichts zustande bekommen. 

Immerhin konnte ich am 30.9. doch noch einmal frühmorgens raus und es bot sich mir eine beeindruckende Inversionswetterlage im Rheintal bei Wiesbaden.